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Polizei Essen klagt über mangelnden Respekt – „Du H***nsohn hast mir gar nichts zu sagen!“

Die Polizei Essen klagt über mangelnden Respekt – und fährt eine Null-Toleranz-Strategie (Symbolbild).
Die Polizei Essen klagt über mangelnden Respekt – und fährt eine Null-Toleranz-Strategie (Symbolbild).
Foto: imago images / onw-images

Essen. „Früher gab es noch einen Grundrespekt vor staatlichem Handeln“, sagt Urlich Faßbender, Sprecher der Polizei Essen. Heutzutage sieht das aber ganz anders aus.

Faßbender klagt über den mangelnden Respekt, der der Polizei Essen entgegengebracht wird. Aber nicht nur der, auch Rettungshelfern, Feuerwehrmännern, Journalisten. „Es ist ein schleichender Prozess, ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich da in den letzten Jahren entwickelte.“

Polizei Essen: Vor allem Frauen werden oft beleidigt

Die Polizei hat es immer häufiger mit Aussagen wie „Du Hurensohn hast mir gar nichts zu sagen" zu tun. Und die gehören dabei noch zu den weniger schlimmen Beleidigungen.

Vor allem gegenüber weiblichen Polizisten sei der Respekt oft nicht mehr vorhanden, sexistische Beleidigungen seien keine Seltenheit.

Polizei Essen: Dabei bestehen die meisten Konflikte

Was macht ein Polizist in solch einer Situation? „Es ist wichtig, professionell damit umzugehen und sich nicht provozieren zu lassen. Dann werden die Personalien festgestellt“, erklärt Ulrich Faßbender gegenüber DER WESTEN weiter.

Dabei komme es oft auch zu körperlichen Tätigkeiten, wenn die Unruhestifter ihre Personalien nicht herausgeben wollen. „Dann kann es ganz schnell passieren, dass sie ihre Unterstützungskräfte herbeirufen und dann entsteht ein richtiger Tumul“, so der Pressesprecher.

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Essen: Früher weniger Angriffe auf Polizisten

Nicht immer entstehen diese Beschimpfungen und körperlichen Auseinandersetzungen während eines bereits bestehenden Konflikts. Häufig sei es auch ein „ganz banaler Einsatz, zum Beispiel wenn wir einen Unfall aufnehmen“, der dann eskaliert.

Männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund seien besonders häufig unter Menschen, die die Polizisten beschimpfen, sagt Faßbender weiter – ganz anders als damals, als meistens noch Menschen unter Alkoholeinfluss waren, die verbal um sich schlugen und sich auch körperlich den Beamten widersetzten.

Weiterschulende Seminare für Polizeibeamte

Schon in der Ausbildung lernen angehende Polizisten, mit Situationen wie diesen umzugehen. „Danach werden unsere Beamten regelmäßig in Seminaren geschult, um kommunikativ und, wenn nötig, auch anderweitig richtig zu handeln.“

Die Polizei Essen fährt eine Null-Toleranz-Strategie, Beleidigungen gegen Polizeibeamte oder körperliche Angriffe werden geahndet und zur Anzeige gebracht. Dass sich die Situation bald ändern wird – unwahrscheinlich.

 
 

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