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Naketano: Darum sorgt das Aus der Essener Modemarke selbst bei Experten für Verwirrung

Essen. 

Alles vorbei. Nach mehr als zehn Jahren kommt das Aus für die Essener Modemarke Naketano. Gegenüber „Bild“ bestätigte die Firma das Ende des Geschäftsbetriebs zum 31.12.2018. Doch was steckt hinter der Entscheidung? Selbst bei Branchen-Experten sorgt das Aus von Naketano für Verwirrung.

Schließlich liefen die Geschäfte des Unternehmens bisher offenbar blendend. Denn wie aus dem Geschäftsbericht für das Jahr 2015 hervorgeht, erzielte das Unternehmen einen Jahresüberschuss von mehr als zehn Millionen Euro.

Naketano-Aus sorgt für Verwirrung

Ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Jahr 2014. Damals lag der Überschuss „nur“ bei 6,2 Millionen Euro. Auch der Umsatz stieg in dieser Zeit deutlich. Nach Unternehmensangaben liefen die Geschäfte auch 2017 gut.

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Ein deutliches Wachstum und gute Gewinne. Warum also das Aus für die Firma? Gegenüber „Bild“ gab eine Sprecherin „persönliche Motive“ der Gründer als Hintergrund an. Unklar ist auch, was mit den Mitarbeitern der Firma passiert – denn verkauft wird Naketano offenbar nicht.

Modelabel provozierte gerne

Jozo Lonac und Sascha Peljhan hatten das Unternehmen 2005 gegründet. Zuvor waren sie Teil des Mülheimer Streetware-Labels „Mazine“.

Der Name „Naketano“ leitet sich vom germanischen Wort „Naket“ (Nacktheit) und dem romanischen „tano“ („Was ist es wert“) ab.

Mit provokantem Marketing erlangte das Label 2016 bundesweite Bekanntheit. Die Kleidungsstücke bekamen Namen wie „sportive Muschi“ oder „Schnellbumser“. Die Aktion brachte dem Unternehmen allerdings auch eine Sexismus-Debatte ein. (fel)

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