Mutmaßlicher Tempelbomber vor Anschlag in Polizeigewahrsam

Das Bild aus einer Evag-Kamera zeigt die beiden Tatverdächtigen in der U-Bahn an der Bamlerstraße.
Das Bild aus einer Evag-Kamera zeigt die beiden Tatverdächtigen in der U-Bahn an der Bamlerstraße.
Foto: dpa
  • Nach einem Einbruchsversuch in Borbeck wurde Mohammed B. am Tag vor dem Anschlag auf den Sikh-Tempel erwischt
  • Personalien des Jugendlichen wurden aufgenommen, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. 16-Jähriger konnte wieder nach Hause
  • 16-Jähriger soll so genannter Intensivtäter sein und wird in speziellem Programm betreut

Essen. Einer der mutmaßlichen Tempelbomber von der Bersonstraße hatte am Tag vor dem Anschlag auf die Sikh-Gemeinde einen intensiven Kontakt mit der Polizei. Nach einem Einbruchsversuch in Borbeck wurde Mohammed B. erwischt und festgenommen. Dies bestätigte Polizeisprecher Ulrich Faßbender auf Nachfrage. Danach sei das passiert, was in solchen Fällen üblich ist: Die Personalien des Jugendlichen seien aufgenommen worden, ein Strafverfahren wurde eingeleitet, danach konnte der 16-Jährige wieder nach Hause gehen. Mohammed B. ist den Essener Behörden seit längerem bekannt.

Nach Informationen dieser Zeitung ist der 16-Jährige ein so genannter Intensivtäter, hat bereits mehrere Straftaten auf dem Kerbholz und wird in einem speziellen Programm der Polizei betreut. Über eine Woche nach dem Anschlag arbeiten die Ermittler weiter intensiv daran, mögliche Verbindungen von Mohammed B. und Yusuf T. in die Salafisten-Szene abzuklären. (j.m.)

 
 

EURE FAVORITEN