Essen

TV-Star Jean Pütz wütet über Dieselfahrverbot in Essen – und beleidigt die Verantwortlichen

TV-Moderator und Wissenschaftler Jean Pütz.
TV-Moderator und Wissenschaftler Jean Pütz.
Foto: imago/Revierfoto

Essen. Eigentlich gibt es für Jean Pütz derzeit viel Anlass zur Freude. Im Deutschen Museum München bekam der Wissenschaftler und TV-Moderator den Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung überreicht.

Doch statt Freude empfindet Jean Pütz gerade viel mehr Wut – über die Dieselfahrverbote in Essen!

Jean Pütz wütet über Dieselfahrverbote in Essen – „Schwachsinn!“

„Ich höre natürlich Nachrichten aus meiner Heimat Nordrhein-Westfalen – und da sind wir ja gerade dabei, die industrielle Infrastruktur zu zerstören. Durch einen schwachsinnigen Stickoxid-Wert“, sagt der 82-jährige Kölner in einem Video auf Facebook.

Weil dieser Wert in großen Teilen Essens und Gelsenkirchens, darunter auch ein Abschnitt der A40, überschritten wird, ordnete das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstag Dieselfahrverbote an.

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Das heißt, dass in diesen Gebieten ab dem 1. Juli 2019 nur noch Diesel fahren dürfe, die die Euro-6-Norm erfüllen. Unzählige Autofahrer dürften damit nicht mehr in die Stadtzentren von Essen und Gelsenkirchen – und müssten für eine Umfahrung der A40 lange Strecken auf sich nehmen.

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Die Festsetzung des Stickoxid-Grenzwerts auf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter hält der Wissenschaftler für völligen Quatsch: „Welcher Idiot oder welche Fachleute das gemacht haben… Das ist ja wirklich schwachsinnig. Und dann wird noch argumentiert: Wenn der nicht eingehalten wird, dann sterben soundso viele Menschen mehr. Das sind statistische Werte. Man kann die Menschen damit vielleicht bange machen. Aber das ist im Grunde eine scheußliche Sache.“

„Wir brauchen das Auto. Wir brauchen natürlich ein umweltfreundliches Auto“, stellt Jean Pütz klar, der die Umweltmagazine Dschungel (WDR) und Globus (ARD) moderierte. „Ich bin kein Untergangsprophet, aber das ist der Anfang.“

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Und dann bringt Jean Pütz noch ein Argument zum Dieselfahrverbot, das so bislang noch nie gefallen ist: „Wer sagt mir eigentlich, dass durch die Umleitungen nicht noch mehr Menschen sterben, als durch diese fiktiven, schwachsinnigen Stickoxid-Grenzwerte?“

 
 

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