ICE in Essen geräumt - Terrorverdacht nicht bestätigt

"Alle aussteigen, Polizeieinsatz!" Nach einem Hinweis auf eine Schusswaffe hat die Bundespolizei einen ICE im Essener Hauptbahnhof räumen lassen.

Essen. Terrorverdacht am Essener Hauptbahnhof: Die Bundespolizei hat am Donnerstagabend einen ICE räumen lassen. Zuvor hatte es einen Hinweis gegeben, dass ein Mann mit einer Schusswaffe an Bord des Zuges sei, wie ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte.

Vier Beamte der Bundespolizei seien daraufhin am vorderen und am hinteren Ende in den Zug eingestiegen und durchsuchten ihn. Dabei wiesen sie die Fahrgäste an, den Zug zu verlassen.

Weiterfahrt mit 16 Minuten Verspätung

Bei dem Fahrgast, auf den die Personenbeschreibung passte, einem 18-jährigen Mann, fanden die Polizisten einen Schlagstock und Pfefferspray, allerdings keine Schusswaffe. Er und seine drei Begleiter mussten mit auf die Wache kommen. Gegen ihn werde wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, sagte der Polizeisprecher.

Die übrigen Fahrgäste konnten wieder einsteigen, nachdem auch das Umfeld des Zuges durchsucht worden war. Der Zug setzte seine Fahrt mit einer Verspätung von 16 Minuten fort.

Polizei in Alarmbereitschaft

Nach den tödlichen Anschlägen in Paris und dem wegen einer Terrorwarnung abgesagten Länderspiel in Hannover sind die Sicherheitsbehörden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Erst am Donnerstagnachmittag war in Köln die Staatsanwaltschaft geräumt worden, weil auf dem Parkplatz ein verdächtiger Koffer gefunden worden war. Experten untersuchten ihn und gaben Entwarnung: kein Sprengstoff. (dor)