Essen

Flixbus: Fahrgast erlebt nächtliche Horror-Fahrt – „Körperverletzung!“

Ein Fahrgast erhebt schwere Vorwürfe gegen Flixbus.
Ein Fahrgast erhebt schwere Vorwürfe gegen Flixbus.
Foto: imago images / Alexander Pohl

Essen. Immer wieder kommt es vor, dass Fahrgäste von Flixbus unzufrieden sind. So auch Arne Gies.

Der Herner berichtet von einer Nachtfahrt von Hamburg nach Essen ins Ruhrgebiet. Abfahrt: 23:59 Uhr. „Mein Gedanke bei der Buchung: Super, im Flixbus kann ich bequem sitzen, also kann ich in der Nacht schlafen und komme einigermaßen erholt zu Hause an. Leider wurde daraus überhaupt nichts.“

In dem Bus sei es bereits zu Beginn der Reise warm gewesen, so Gies gegenüber DER WESTEN. Während der Fahrt sei es immer wärmer geworden. Nach Aussage des Fahrgastes habe sich direkt unter seinem Sitz ein Heizkörper befunden, „der anscheinend auf voller Kraft lief.“

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Flixbus: Busfahrer „extrem unfreundlich“

Daraufhin habe er den Busfahrer auf die unerträgliche Wärme angesprochen. „Er sagte, dass er nichts tun könne, sein Ton war dabei schon extrem unfreundlich“, so der 37-Jährige. Zudem habe der Fahrer deutlich gemacht, dass ein Platzwechsel nicht möglich sei.

Zu diesem Zeitpunkt seien die Temperaturen im Bus nach Angabe von Arne Gies auf 28,1 Grad gestiegen. Er erklärt: „Ich hatte einen Wecker dabei, der ein integriertes Thermometer hat.“

Weil in Bremen nur Leute aus-, aber niemand eingestiegen sei, entschied sich der Fahrgast aus Herne trotz des Gesprächs mit dem Fahrer, sich auf einen anderen Platz zu setzen und konfrontierte den Flixbus-Mitarbeiter mit der Temperatur.

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Fahrgast: „Werte das als Körperverletzung“

„Daraufhin schrie er mich regelrecht an: 'Dann suchen Sie sich doch einen Platz, wo einer frei ist. Aber lassen Sie mich damit in Ruhe! Klären Sie das mit den Leuten, dass sie plötzlich jemand neben sich haben müssen!'“

Doch auf dem neuen Platz dann das nächste Problem: Dort habe die Lüftung nicht funktioniert, zudem sei der Sitz defekt und es nicht möglich gewesen, den Stuhl zu verstellen. „Also hatte ich es nun zwar nicht mehr so heiß, dafür saß ich dann aber auf einem total unbequemen Sitz und war innerlich total aufgeregt, weil der Busfahrer mich so unmöglich behandelt hatte.“

Und: „Letztlich hat mich diese Fahrt krank gemacht, was ich als eine Form von Körperverletzung werte. Ich konnte als Nachwirkung heute nicht zur Arbeit gehen, weil mein Körper sich noch nicht von dieser Fahrt erholen konnte. Außerdem bekam ich schon während der Fahrt (und auch danach) immer wieder Muskelkrämpfe, weil ich so dehydriert war.“

Das sagt Flixbus zu den Vorwürfen

Flixbus erklärt auf Anfrage von Der Westen, dass der Sachverhalt – sowohl die beschriebenen Unannehmlichkeiten auf der Fahrt als auch eine Kompensation für den Fahrgast – intern geprüft werde.

Und: „Zur erhöhten Geschwindigkeit: Die Sicherheit unserer Fahrgäste und Fahrer hat für uns höchste Priorität. Daher nehmen wir jeden Hinweis auf Sicherheitsverstöße sehr Ernst und prüfen diese eingehend. Ein Statement der Busfahrer hierzu ist bereits angefordert.“ (cs)

 
 

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