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Essen: Flut-Katastrophe verursacht riesige Schäden – diese Gebäude hat es besonders schlimm getroffen

Essen: Langsam wird das Ausmaß der durch die Flut-Katastrophe entstandenen Schäden klar.
Essen: Langsam wird das Ausmaß der durch die Flut-Katastrophe entstandenen Schäden klar.
Foto: IMAGO / Hans Blossey

Essen. Mit Wasser vollgelaufene Gebäude, zerstörte Brücken, Straßen und Fahrzeuge: Die Flut-Katastrophe hinterlässt auch in Essen massive Schäden.

Die Stadt Essen hat nun eine erste Bilanz über die Hochwasserschäden gezogen. Doch welche Gebäude und Orte es besonders schlimm getroffen?

Essen: Flut-Schaden geht in die Millionen

Rund eine Woche nach der Flut-Katastrophe ist klar: Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Das Gymnasium Werden hat es besonders schwer getroffen. Neben dem mit Wasser vollgelaufenen Keller wurde auch die Sicherheits- und Heiztechnik zerstört. Deshalb stehen nun Sanierungsarbeiten sowie eine Schadstoffsanierung an. Der geschätzte Schaden liegt derzeit bei etwa einer Million Euro, wie die Stadt mitteilt.

Kleinere Schäden gibt es beispielsweise auch am Mölleneyer Ufer 8 in Kettwig oder auch an der Nierenhofer Str. 8-10 in Kupferdreh. Letzteres erlitt einen Schaden von 200.000 Euro. Größere Schäden gibt es am Deilbach-Ensemble am Deilbachhammer, wobei die Schadenshöhe bislang noch unklar ist. Die GVE wird die Schäden reparieren.

Da noch nicht alle Streckenabschnitte vollständig betreten werden können, ist der gesamte Schaden auch hier noch etwas unklar. Das Amt für Straßen und Verkehr hat sich dennoch einen ersten Überblick verschaffen können. Demnach liegen kleinere Schäden an Straßen und Brücken, wie beispielsweise Geländerarbeiten, vor die aktuell auf 100.000 Euro geschätzt werden. Alle betroffenen Ampel sind bereits wieder in Betrieb.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Auch die Brehminsel und Löwental in Werden standen unter Wasser. Grün- und Waldflächen kamen hier zu Schaden. Spielgeräte auf Spielplätzen wurden zerstört. In Kettwig beschädigte die übergetretene Ruhr den Promenadenweg. Nach aktuellen Schätzungen liegt der Schaden bei 1,4 Millionen Euro.

Essen: Mehrere Sportanlagen stark beschädigt

Das Hochwasser hat auch an Sportplätzen und Freibädern seine Spuren hinterlassen. Besonders bei dem Freibad in Steele und im Stadtbad Werden gibt es große Schäden. Der geschätzte Schaden liegt bei einer Millionen bzw. für Stadtbad Werden bei rund 500.000 Euro. Sachverständige sind bereits im Einsatz.

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Auf der Regattastrecke wurden Teile durch die Wassermassen weggerissen. Hier entstand ein Schaden von geschätzt 200.000 Euro. Zudem wurde das Hockeyfeld der Hockey-Abteilung des HTC Kupferdreh beschädigt. Der geschätzte Schaden beträgt hier 300.000 Euro.

Die Schäden bei den Essener Wasserstportvereine beläuft sich schützungsweise auf fast eine Million Euro. Der Essener Sportbund e.V. (ESPO) tauschte sich am Montag mit den betroffenen Vereinen aus und nannte einen Schaden von insgesamt 800.000 bis 900.000 Euro. Die Sportvereine tragen die Schäden weiter zusammen und melden dieser dem Landessportbund (LSB).

Oberbürgermeister Thomas Kufen steht dazu in Kontakt mit dem Land NRW. Außerdem wurde der Stadtkämmerer beauftragt, entsprechende Gelder zu managen. (nk)

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