Erste ICE halten trotz Bergbauschäden wieder in Essen

Bohrungsarbeiten auf der Bahntrasse am Hauptbahnhof Essen.
Bohrungsarbeiten auf der Bahntrasse am Hauptbahnhof Essen.
Foto: Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool
Ab Mittwoch sollen trotz der Bergbauschäden wieder Fernzüge in Essen halten. Die Fahrgäste in der Region müssen aber weiter mit erheblichen Verkehrsbehinderungen rechnen. Das sind die angekündigten Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle im Überblick.

Die Bahn lässt ab Mittwoch trotz Bergbauschäden unter der Strecke einige ihrer Fernzüge wieder über Essen, Bochum und Mülheim fahren. Die ICE-Züge der Linie 42 von München nach Dortmund über Frankfurt und Essen halten wieder. Ebenso die EC und IC-Züge der Linie 30 von Basel bis Hamburg über Stuttgart und Essen. Ebenso halten die letzten Fernverkehrszüge am Abend und Nachtzüge. Die wichtige Linie nach Berlin aber wird weiter über Gelsenkirchen umgeleitet.

Essen.  Vor Essen fahren die Züge wie der Regionalverkehr auf dem kurzen Stück über dem alten Bergbaustollen im Schritttempo, so dass es zu Verzögerungen von etwa fünf Minuten kommen wird. Das ist letztlich auch der Grund, warum nicht alle Züge wieder über Essen fahren. Unter Sicherheitsaspekten wäre das natürlich möglich. Bei 550 Zügen pro Tag addieren sich die Verspätungen jedoch auf, kann es zu Engpässen kommen. Darum hat die Bahn bisher weitgehend umgeleitet.

Dass sie diese Entscheidung nun korrigiert, ist sicher zum Teil darauf zurückzuführen, dass sich der Ersatzfahrplan eingespielt hat, aber auch eine Reaktion auf die Kritik von Fahrgästen. Die Entscheidung ist nach Absprache mit der Bezirksregierung gefallen.

„Es kann von Fall zu Fall vorkommen, dass wir doch noch einen Zug umleiten müssen, wenn es eng wird“, sagt Bahnsprecher Thorsten Nehring. Er rät Fahrgästen, die Reiseauskunft der Bahn zu nutzen, um frühzeitig von Verspätungen oder Ausfällen zu erfahren: am einfachsten unter bahn.de oder unter der kostenlosen Telefonummer:
0800 / 1 50 70 90
.

Aktuelle Informationen der Bahn


Die Änderungen im Nahverkehr

  • S 1: fährt Regelweg mit zusätzlichem Halt in Mülheim/Ruhr West
  • S 3: Der Linienverlauf wird geteilt. Es verkehrt ein Teil - zwei mal in der Stunde - zwischen Hattingen Mitte und Essen-Steele Ost. Der andere Teil verkehrt zwischen Oberhausen Hbf und Mülheim-Styrum
  • S 9: Langtakte Wuppertal Hbf – Haltern am See verkehren auf dem Regelweg (mit Verspätung durch die Langsamfahrstelle im Bereich des Bergbauschädens
  • S 9: Kurztakte Wuppertal Hbf – Bottrop enden und wenden in Essen Hbf

Kurzfristig kann es auf den S-Bahn Linien zu Teilausfällen kommen.

  • Der RE 14 bedient zusätzlich folgende Halte:- Bottrop-Boy
    - Essen-Dellwig Ost
    - Essen-Geschede
    - Essen-Borbeck Süd
    - Essen West

Alle Regional-Express-Linien verkehren wieder auf dem Regelweg.


Die Änderungen im Fernverkehr
 

Fernverkehrszüge zwischen Duisburg und Dortmund werden mit Ausnahme der nachstehenden Linien und Züge über Gelsenkirchen umgeleitet; die Halte Mülheim, Essen und Bochum entfallen.


Auf planmäßigem Weg fahren wieder:

  • EC-IC-Züge der Linie 30 Basel -/ Stuttgart - Mainz - Köln - Essen - Dortmund - Hamburg
  • ICE-Züge der Linie 42 München - Mannheim - Frankfurt Flughafen - Siegburg/Bonn - Köln - Essen - Dortmund
  • Die letzten Fernverkehrszüge am späteren Abend sowie die Nachtzüge. Dies sind ICE 617 nach Stuttgart, IC 2307 nach Koblenz, ICE 514 nach Hamburg, ICE 947 nach Berlin sowie IC 2021 nach Frankfurt(M) und IC 2020 nach Hamburg.
    Bei diesen Linien und Zügen muss mit Fahrzeitverlängerungen von ca. 5 Minuten gerechnet werden.
  • Bei den über Gelsenkirchen umgeleiteten Zügen muss mit Fahrzeitverlängerungen von etwa 10 bis 15 Minuten gerechnet werden. Die Halte Mülheim/Ruhr, Essen Hbf und Bochum Hbf können von Duisburg bzw. von Dortmund aus auch mit den RE-Zügen der Linien 1, 2, 6 und 11 erreicht werden.

Die Regelungen gelten jeweils für beide Richtungen. (tom/dae)

 
 

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