Zehn-Zentner-Bombe in Duisburg erfolgreich entschärft

Michael Hoff und Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der entschärften Bombe.
Michael Hoff und Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der entschärften Bombe.
Foto: Stephan Eickershoff/ Funke Foto Services
Am Rheindeich in Duisburg-Mündelheim ist eine Zehn-Zentner-Bombe entschärft worden. 2741 Menschen waren davon betroffen. Auch die B288 war gesperrt.

Duisburg. Im Duisburger Süden ist am Donnerstag ein Blindgänger entschärft worden: Die englische Zehn-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder war am frühen Morgen nach Luftbildauswertungen auf der Deichbaustelle in Mündelheim entdeckt worden. Gegen 14.20 Uhr hatte Sprengmeister Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst den Blindgänger unschädlich gemacht. Das dauerte nicht einmal 20 Minuten.

In der Evakuierungszone (Umkreis von 500 Metern um den Fundort) waren laut Stadt 462 Personen betroffen. Sie mussten ihre Wohnungen und Arbeitsplätze bis 13 Uhr verlassen. In der Sicherheitszone (Umkreis 1000 Meter) leben 2279 Personen. Sie waren aufgefordert, sich während der Entschärfung in Räumen aufzuhalten, die der Fundstelle abgewandt sind, und die Fenster geschlossen zu halten. Ein Aufenthalt im Freien war auch in der Sicherheitszone seit 13 Uhr nicht mehr gestattet. Auch zwei Kindertagesstätten waren davon betroffen.

Schifffahrt war eingeschränkt

Die Bundesstraße 288 zwischen Krefelder und Uerdinger Straße wurde gegen 13 Uhr gesperrt. Ebenso die Verbindungswegbrücke Barberstraße, die über die B288 führt. Auch die Schifffahrt war betroffen: Der Rhein blieb während der Entschärfung nur zur Hälfte geöffnet, außerhalb der Sicherheitszone gab es einen Wechselverkehr. Die Entschärfung wirkte sich zudem auf den Busverkehr der DVG aus: Ab 13 Uhr kam es bis zum Ende der Entschärfung zu Beeinträchtigungen auf den Buslinien 941 und 946.

BlindgängerZum ersten Mal bei einer Bombenentschärfung nutzte die Stadt auch die Warnapp NINA. Um 14.26 Uhr kam darüber die Entwarnung. Zudem wurde die Sirene in dem betroffenen Bereich aktiviert. Insgesamt waren 60 Mitarbeiter der Ordnungsamtes, 20 Kräfte der Polizei und 15 Feuerwehrleute an dem Einsatz beteiligt.

Fünfte Bombe in diesem Jahr

Auf Duisburger Großbaustellen sind Bombenfunde beinahe schon so sicher wie das Richtfest. Im laufenden Jahr sind bereits vier Blindgänger im Stadtgebiet entschärft worden, zuletzt am 7. Juli eine Fünf-Zentner-Bombe auf dem ehemaligen Hornitex-Gelände in Baerl. (soho)

 
 

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