Uni in Duisburg denkt über Zelte für Vorlesungen nach

Von Alfons Winterseel
Die Baustelle des neuen Hörsaalzentrums.
Die Baustelle des neuen Hörsaalzentrums.
Foto: WAZ FotoPool
Der doppelte Abi-Jahrgang sorgt an den Hochschulen in NRW für Platzmangel. Auch an der Uni in Duisburg, wo das neue Hörsaalzentrum erst Anfang 2014 fertiggestellt sein wird. Aber wo sollen die Vorlesungen in den Monaten zuvor ab Start des Wintersemesters gehalten werden? In Zelten, ist eine Idee.

Duisburg. Müssen Duisburger Studenten Vorlesungen im kommenden Wintersemester in Zelten hören? Ausgeschlossen ist das nicht, zumindest für einen Teil könnte das Realität werden, weil das neue Hörsaalzentrum an der Lotharstraße nicht rechtzeitig zum Wintersemester fertig wird. Mit dieser Nachricht sah sich Ende de Vorwoche Kanzler Rainer Ambrosy konfrontiert. Ob es tatsächlich Zelte sein werden oder den Verantwortlichen der Universität Duisburg-Essen noch andere Lösungen einfallen, ist noch fraglich. „Es ist eine von mehreren Überlegungen, die zurzeit angestellt werden“, erklärte Ulrike Bohnsack von der Pressestelle der Universität.

Vor dem Hintergrund, dass zum Wintersemester der doppelte Abiturjahrgang in die Universitäten drängt, laufen nun fieberhafte Überlegungen, welchen vorübergehenden Ersatz es für das Hörsaalzentrum geben könnte. Immerhin sollen dort insgesamt 1050 Studenten Platz finden – 850 im großen, 200 im kleineren Saal. Fertig werden sollte das Hörsaalzentrum eigentlich im Oktober zum Beginn des Wintersemesters. Nun steht als Fertigstellungstermin der Jahresanfang 2014 im Raum.

Auch eine Finanzfrage

„Es stellt sich die Frage, welche Lösung einerseits praktikabel, andererseits aber auch finanziell günstig ist“, so Bohnsack. Möglich sei theoretisch auch eine Container-Lösung, doch dafür müssten vermutlich auch erst die baurechtlichen Genehmigungen eingeholt werden. Noch völlig unklar ist, wo auf dem Campus ausreichend Platz für die eine oder andere Lösung wäre. „Die Planungen beginnen ja gerade erst. Man muss abwarten, alles andere wäre Spekulation“, beruhigt Bohnsack.

Denkbar ist aber auch eine ganz andere Lösung: Dass die Universität sich für die Übergangszeit in freien Räumen einmietet. So zum Beispiel im UCI-Kino während der vorstellungsfreien Zeit bis zum frühen Nachmittag, heißt es.