Ruf muslimischer Gemeinden in Salafismus-Debatte schützen

Auch in der Duisburger Fußgängerzone bieten Salafisten öfter deutsche Koran-Übersetzungen an. Da NRW „zum bundesweiten Spitzenreiter beim Im- und Export von Gotteskriegern verkommen“ sei, fordert die Duisburger CDU wirksame Maßnahmen der Landesregierung, damit „Duisburg nicht auf Wuppertal folgt“.

Duisburg. Die Duisburger CDU-Fraktion begrüßt, dass der Landtag über die Gefahr durch Salafisten diskutiert hat. Wer in den vergangenen Tagen durch die Duisburger Fußgängerzone ging, habe immer wieder Angebote deutscher Koran-Übersetzungen wahrnehmen können.

Hinter diesen Aktionen, so die Union, steckten fast immer radikal-islamische Salafisten. Umso mehr begrüße die Union die Landtagsdebatte über die sogenannte Scharia-Polizei: In Wuppertal haben junge Salafisten eine „Scharia-kontrollierte Zone“ ausgerufen, in der strenge islamische Verhaltens- und Bekleidungsregeln gelten sollen.

NRW "bundesweiter Spitzenreiter beim Im- und Export von Gotteskriegern"

Dass nun Innenminister Ralf Jäger Salfisten das Tragen von Signalwesten mit der Aufschrift „Scharia Police“ verbiete, könne nicht ernsthaft das Konzept der Landesregierung sein, sagt Theo Kruse, innenpolitischer Sprecher der Union. Denn NRW sei „zum bundesweiten Spitzenreiter beim Im- und Export von Gotteskriegern verkommen“.

Die Duisburger CDU-Abgeordnete Petra Vogt fordert, es müsse der Frage nachgegangen werden, was junge Menschen in unserem Land veranlasse, sich in die Fänge von Salafisten zu begeben. Duisburgs CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler ergänzt, auf Wuppertal dürfe nicht Duisburg folgen. Die Landesregierung müsse wirksame Maßnahmen ergreifen, so auch den guten Ruf der muslimischen Gemeinden in Duisburg schützen.