Pfusch an Bühnentechnik der Duisburger Mercatorhalle kostet 350.000 Euro

Oliver Schmeer
In der Mercatorhalle muss jetzt auch die Bühnentechnik für 350.000 € saniert werden.
In der Mercatorhalle muss jetzt auch die Bühnentechnik für 350.000 € saniert werden.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPo
Die komplette Bühnentechnik der Duisburger Mercatorhalle muss erneuert werden. Auf den Kosten wird die Stadt wahrscheinlich einmal mehr sitzen bleiben. Und wieder ist der Ablauf dabei derselbe wie schon bei anderen aufgedeckten Mängeln: Es wurde falsch geplant und dann auch nach falsch ausgeführt.

Duisburg. Der Pfusch an der Duisburger Mercatorhalle nimmt kein Ende. Jetzt muss die Stadt für rund 350.000 Euro auch die Bühnentechnik erneuern. Und wieder wird sie wahrscheinlich auf den Kosten sitzen bleiben.

Nicht genug, dass die Behebung der Brandschutzmängel Millionen Euro kosten wird und bekanntlich auch die Treppenanlagen auf dem Rang umgebaut werden müssen, weil die Stufenhöhen schlicht nicht vorschriftsmäßig sind. Auch an die komplette Bühnentechnik müssen Fachbetriebe ran, weil sie nicht mangelfrei funktioniert und teils lebensgefährliche Mängel in der so genannten Obermaschinerie hat.

Erste Mängel fünf Jahre nach Abnahme entdeckt

Und wieder ist der Ablauf dabei nahezu derselbe: Es wurde falsch geplant und dann auch nach falsch ausgeführt. Und alles wurde 2007 nach Fertigstellung vermeintlich mängelfrei abgenommen. Erst 2012 stieß der dann für die Mercatorhalle zuständige städtische Immobiliendienst IMD auf die gravierenden Mängel. Und die Schadensersatzforderungen verlaufen im Sande, Firmen berufen sich auf die Abnahme, lehnten Mängelbeseitigungen ab.

Errichter und Fachplaner der Obermaschinerie sind dann auch noch mittlerweile pleite, so dass das Rechtsamt ein Klageverfahren für aussichtslos hält. Immerhin gibt es eine Gewährleistungsbürgschaft in Höhe von rund 42.000 Euro, auf die die Stadt vielleicht hoffen kann.

Repariert werden muss die Steuerungstechnik und die Mechanik der Bühneninstallation im Kleinen und im Großen Saal. Im Kleinen Saal soll das jetzt zeitnah parallel zu den Brandschutzsanierungen erfolgen. Die Arbeiten im Großen Saal sollen vor der Brandschutzsanierung dort 2015 erledigt sein.