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„Hartz und herzlich“ in Duisburg – RTL II bringt Eisenbahnsiedlung-Doku zurück ins TV

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Der Siedlertreff war einer der Drehorte für die RTL II-Doku „Hartz und herzlich“. Foto: Lars Fröhlich / Funke Foto Services
  • „Hartz und herzlich“ kommt zurück auf den Bildschirm
  • Mit dieser Doku sorgte RTL II bereits 2016 für Wirbel
  • Die Siedler sahen sich für „Asi-TV“ instrumentalisiert

Duisburg. 

RTL II kehrt in die Eisenbahnsiedlung zurück. Mehr als ein Jahr nach der Doku-Serie „Hartz und herzlich“ zeigt der Privatsender, wie es den Protagonisten aus der Siedlung in Duisburg-Friemersheim heute geht.

Am 5. September (20.15 Uhr) präsentiert RTL II ein dreistündiges Special über das Viertel an der Stadtgrenze zu Krefeld.

Mit der Doku-Serie sorgte der Sender Anfang 2016 für Ärger und Kopfschütteln bei den Bewohnern der Eisenbahnsiedlung.

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Vier Monate begleitete ein Kamerateam die Menschen dort, ließ sich alle Facetten des traditionsreichen Viertels zeigen.

Der Vorwurf der Siedler: Ausgestrahlt wurden am Ende fast ausschließlich die Teile, die sich mit den Problemen der sozial schwächsten Anwohner beschäftigten.

„Asi-TV“ statt ehrliche Doku

So entstand der Eindruck, die Eisenbahnsiedlung wäre ein übler sozialer Brennpunkt. Das spiegelt aber nur einen kleinen Teil der Gemeinde direkt am Rhein wider.

Aus der versprochenen vielschichtigen Doku über die Siedlung wurde „Asi-TV“. Deshalb schrieben die Siedler sogar einen offenen Brief an RTL II. „Sie haben Verein und Ort samt Bewohner in Ihrer Sendung für Ihre Quotenziele instrumentalisiert“, hieß es darin.

„Unter Verwendung von Unwahrheiten und diesen Bildern wurde die Eisenbahnsiedlung als Schmelztiegel von Verbrechern, Süchtigen und sonstigen asozialen Elementen dargestellt.“

RTL II wies die Vorwürfe damals zurück. „Wir haben die Geschichten der Menschen aus der Duisburger Eisenbahnsiedlung nicht stellvertretend für irgendein übergeordnetes Thema erzählt, sondern einfach und unaufgeregt abgebildet“, ließ der Sender verlauten.

Ob die Nachfolge-Produktion nun erneut für Ärger im Duisburger Südosten sorgen wird, zeigt sich am 5. September.