Duisburg

„Gefragt - Gejagt“-Jäger aus Duisburg: Das passiert in der ARD-Quizshow, wenn die Kamera aus ist!

Sebastian Jacoby ist der „Quizgott“ in der Sendung „Gefragt - gejagt“.
Sebastian Jacoby ist der „Quizgott“ in der Sendung „Gefragt - gejagt“.
Foto: Imago

Duisburg. Der „Quizgott“ ist ein Duisburger. Sebastian Jacoby (40) liebt die Jagd. Aber nicht etwa mit Gewehr oder Pfeil und Bogen.

Er jagt seine „Opfer“ in der ARD-Quizshow „Gefragt - Gejagt“. Hoch oben thront er dann über den Kandidaten, die Sebastian Jacoby in Quiz-Duellen herausfordern.

Sebastian Jacoby ist der Jäger aus der ARD-Quizshow „Gefragt, gejagt“

Der Jäger aus der ARD-Sendung „Gefragt - Gejagt“ ist in Oberstdorf geboren, zur Ausbildung und Studium kam er nach Duisburg. Und blieb im Pott. Dabei ist das Ruhrgebiet für ihn bereits zuvor nicht unbekannt gewesen. Seine Mutter stammt aus Meiderich.

Während die Menschen aus dem Ruhrgebiet in die Berge fahren, zog es Sebastian Jacoby in den Ferien nach Duisburg zu den Großeltern.

Vom Curler zum Quizer

In Oberstdorf spielte er erfolgreich Curling, wurde sogar Mixed-Europameister. Seine zweite Leidenschaft ist schon früh das Quizen. Als ein Pub in Oberstdorf Kneipen-Quize veranstaltet, ist sein Ehrgeiz geweckt.

Immer wieder bewirbt er sich bei „Wer wird Millionär?“ - bis heute ohne Erfolg. „Aber ich würde es immer noch gerne machen, weil es die Sendung ist, die Quiz ins Fernsehen zurückgebracht hat,“ erzählt der Controller bei Thyssen Krupp.

2012 gewann der Duisburger bei der ZDF-Quizshow „Super-Champion“ 500.000 Euro („Ich hab es weder verjubelt, noch bin ich zum Milliardär geworden!“). Im selben Jahr gewinnt er auch die erste Deutsche Quizmeisterschaft.

Es ist sein Durchbruch als Quizer.

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Vom deutschen Quizmeister zum TV-Jäger

Im darauffolgenden Jahr startet die neue Quizshow „Gefragt - Gejagt“ mit Moderator Alexander Bommes - und der Deutsche Quizmeister ist als Jäger ab der zweiten Staffel mit dabei - am Anfang im NDR am späten Abend, mittlerweile im Vorabend oder auch schon mal zur Prime Time in der ARD.

Doch wie bereitet man sich auf die Rolle als Jäger vor? „Ich bin selbst Autor von Kneipen-Quizen, die ich moderiere. Da bereite ich Fragen vor.“

Aus vielem, was er liest oder in seinem Alltag wahrnimmt, entstehen so Fragen - und damit wächst das unbändige Wissen des Duisburger Jägers.

„Erste Reaktion interessant!“

„Für die Sendung selbst bereite ich mich nicht separat großartig vor. Ich musste natürlich lernen, wie man als Jäger agiert.“

Mittlerweile füllt er die Jäger-Rolle beeindruckend gut aus. Wenn Sebastian Jacoby aus dem großen C (für Chase, engl. Jagd) tritt und er das erste Mal auf die Kandidaten trifft, sei es immer wieder „interessant, vor allem die Reaktion, wenn die Kandidaten nach oben schauen. Daran lässt sich etwas feststellen, wie sie sich fühlen.“

Ein strenger Blick ja, einschüchternde Gesten nein - das ist sein Credo. Auch auf vorschnelle Einschätzungen seines Gegenübers verzichtet er: „Ich habe mir abgewöhnt, anhand vom Anblick oder der Vita auf die Quiz-Stärke zu schließen,“ erklärt der Bayern-Fan.

Drei Akademiker und ein Metzger

Nur zu gut erinnere er sich an eine Sendung mit drei Akademikern und einem Metzger, bei der der Metzger mit herausragenden Quiz-Fähigkeiten den Jäger beeindruckte.

Die Kandidaten seien natürlich sehr verschieden. Der eine kippt gleich aus den Latschen vor Aufregung und braucht erstmal einen Schnaps, bevor es losgeht.

Schnaps, Pudding und eine Anmache

Der andere ist extrovertiert und behauptet, er würde nur raten. Wieder eine andere Kandidatin gräbt den Jäger während der Sendung an - und ein paar Sendungen später taucht dann ihr Freund als Kandidat auf.

Einmal sei eine ausgeschiedene Kandidatin vom sogenannten Pudding, einer Erhöhung, auf der die Kandidaten mit Moderator stehen, gefallen. Sebastian Jacoby hat einiges zu berichten aus seinen mittlerweile fünf Jahren als kleine TV-Bekanntheit.

Ja, manchmal erkennen ihn die Leute auch in Duisburg, erzählt er. Und wie zum Beweis kommt ein älterer Herr im Restaurant am Duisburger Innenhafen auf ihn zu. „Gell, Sie sind doch der Herr Jacoby von Gefragt, gejagt?“

„Gönne allen den Sieg, aber gebe ihn nicht frei!“

„Ich würde allen den Sieg gönnen, aber ich gebe ihn nicht frei“, lacht der Duisburger. „Ich habe Mitleid, wenn die Kandidaten alles verlieren. Aber ich versuche mit allen gleich umzugehen und immer zu gewinnen. Schon aus eigenem Ansporn“, erklärt er seine Motivation. Absichtlich verlieren kommt nicht in Frage.

Entsprechend betont der Duisburger Jäger: Es gibt keine Vorgaben, keinen Betrug. „Weil viele uns nachsagen, dass alles abgesprochen ist. Aber das würde mit uns Quizsportlern nicht gehen.“

 
 

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