Duisburg

Gebürtige Duisburgerin (14) wird aus dem Unterricht geholt und direkt abgeschoben - Mitschüler traumatisiert

Am Steinbart-Gymnasium in Duisburg wurde eine 14-jährige Schülerin aus dem Unterricht geholt und direkt abgeschoben.
Am Steinbart-Gymnasium in Duisburg wurde eine 14-jährige Schülerin aus dem Unterricht geholt und direkt abgeschoben.
Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services  

Duisburg. In Duisburg wurde die 14-jährige Bivsi R. am Montag aus dem Unterricht geholt und direkt abgeschoben. Das berichtet die „WAZ“. Demnach wurde das Mädchen, dessen Eltern 1998 aus Nepal geflohen waren, am 29. Mai aus dem Unterricht im Steinbart-Gymnasium geholt.

Mitarbeiter der Ausländerbehörde hatten den Schulleiter erst kurz zuvor über die Abschiebung informiert. Rechtlich ist an dem Verfahren nichts auszusetzen.

Nach Angaben der Sprecherin war die Aufenthaltserlaubnis der Familie bereits Ende 2013 ausgelaufen.

Mitschüler in Duisburg reagierten schockiert

Die letzte Klage der Betroffenen gegen die Entscheidung wurde demnach im März 2016 abgewiesen, kurz danach lehnte auch die Härtefallkommission des Landes NRW einen Antrag ab. Erstmals sei der Asylantrag vor etwa 15 Jahren abgelehnt worden, sagte die Sprecherin. Danach ging der Fall durch alle Instanzen.

Bivsis Mitschüler reagierten allerdings schockiert. Die 14-Jährige selbst brach wegen der überraschenden Nachricht in Tränen aus.

Familie war mustergültig integriert

„Wir mussten am Ende sogar einen Arzt rufen und haben auch unseren Pfarrer und Religionslehrer als helfenden Seelsorger in diese Klasse geschickt“, erklärt Schulleiter Ralf Buchthal. „Schule muss ein Schutzraum für Kinder sein! Niemand darf hier solch ein emotionales Trümmerfeld anrichten,“ so Buchthal.

Die Familie war mustergültig integriert. Bivsi spricht perfekt deutsch, ihre Eltern betrieben einen gut laufenden Sushi-Laden, zahlten Steuern.

Mittlerweile hat sie sich laut „WAZ“ bei ihren Mitschülern gemeldet: „Mir geht es gut. Macht euch keine Sorgen.“ Die Eltern ihrer Mitschüler wollen trotzdem versuchen, Bivsis Familie wieder nach Deutschland zu holen.

(fel/mit dpa)

Den kompletten Artikel kannst du bei der WAZ lesen.

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