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Duisburger geht auf AIDA-Kreuzfahrt – zurück an Land, klicken sofort die Handschellen

Ein Mann aus Duisburg kam nichtsahnend von seiner Kreuzfahrt mit der AIDA Luna. An Land wartete schon die Polizei auf ihn.

u00a9 IMAGO/Dean Pictures

Aida: Fünf spannende Fakten über den Kreuzfahrt-Riesen

Kreuzfahrten sind bei Passagieren beliebt, da sie einen Rundum-Sorglos-Urlaub bieten. Einer der bekanntesten Kreuzfahrt-Anbieter ist Aida Cruises. Wir präsentieren Dir die fünf spannendsten Fakten über den Kreuzfahrt-Riesen.

Gepflegt über die Weltmeere schippern und dabei eine Sehenswürdigkeit nach der anderen aufsaugen. So hatte es sich ein Duisburger vorgestellt, als er seine Kreuzfahrt mit der AIDA Luna buchte. Doch an Land angekommen, landete der 50-Jährige vor einigen Wochen auf dem Boden der Tatsachen.

Denn die Polizei erwartete den Duisburger bereits und nahm ihn in Kiel fest. Er steht unter schwerem Verdacht.

Duisburger landet nach Kreuzfahrt im Knast

Monatelang hatten die Beamten ermittelt. Am 10. April schlugen sie schließlich zu. Bei einem Großeinsatz durchsuchten rund 100 Einsatzkräften von Zoll, Polizei und Steuerfahndung an diesem Tag zahlreiche Objekte in Duisburg, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen und Dormagen. Die Beamten suchten nach Beweisen gegen drei Personen (38, 50 und 73), denen organisierte Schwarzarbeit und Ausbeutung von Arbeitnehmern vorgeworfen wird.


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Sie stehen im Verdacht, Ausländer ohne Aufenthaltstitel im Logistikgewerbe beschäftigt und sie dabei äußerst mies bezahlt zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollen die Verdächtigen die „wirtschaftliche und persönliche Zwangslage“ der Beschäftigten skrupellos ausgenutzt haben. Ein Vorgehen, das auch dem Staat einiges an Geld gekostet hat. Denn Zahlungen an die Sozialversicherungen seien nie geleistet worden.

Hauptbeschuldigter auf Kreuzfahrt

Gegen den Hauptbeschuldigten (50) lag ein Haftbefehl vor. Weil er sich am Tag des Zugriffs aber auf Kreuzfahrt befand, wurde der Duisburger schließlich zur Fahndung ausgeschrieben. Einen Tag später sollte der 50-Jährige dann von der Bundespolizei in Kiel in Empfang genommen werden. Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft.


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Bei den Durchsuchungen sicherten die Einsatzkräfte umfangreiches Beweismaterial, darunter Computer und Mobiltelefone. Diese müssen jetzt genauso ausgewertet werden wie die Aussagen der vor Ort angetroffenen Beschäftigten. Die Ermittlungen werden demnach noch eine Weile andauern.