Duisburger Aussteller suchen Bildpaten für Fotografien

Zlatan Alihodzic
Die Fotografen Frank Hohmann und Daniela Szczepanski vor den Fotos ihrer Ausstellung.
Die Fotografen Frank Hohmann und Daniela Szczepanski vor den Fotos ihrer Ausstellung.
Foto: WAZ FotoPool
Am Leinpfad in Duisburg-Ruhrort, zwischen der Kneipe „Zum Hübi“ und der Pegelanzeige, zeigt die Dauerausstellung „Die Nacht ist bunt am Hafenmund“ Fotografien von Daniela Szczepanski und Frank Hohmann. Doch die Foto-Planen müssen erneuert werden. Dafür werden für einzelne Bilder Sponsoren gesucht.

Duisburg. Hinter Glas, auf Sockeln und manchmal noch mit Absperrungen drum herum, die für Sicherheitsabstand sorgen – so begegnet man Kunstwerken für gewöhnlich. In Ruhrort ist das anders: Zehn Bilder hängen hier, jedes 3,3 mal 2,1 Meter groß, Wind und Wetter ausgesetzt, manchmal legen auch Halunken Hand an.

„Die Ausstellung ist hier seit 2010 zu sehen“, erzählt Frank Hohmann, der mit Daniela Szczepanski im Team als „Aufnachtschicht“ fotografiert. Im Rahmen der Kulturhauptstadt haben die Bilder hier ihren Platz gefunden, bald auch im Herzen der Ruhrorter. „Die Bürger haben ein Auge darauf“, sagt Hohmann. Dennoch gibt es Flecken hier, Risse dort, die Galerie muss aufgefrischt werden.

Betriebe und Bilder können Patenschaften übernehmen

„Deshalb suchen wir jetzt Bildpaten“, erklärt Daniela Szczepanski. „Betriebe oder Bürger können für die neuen Fotos Patenschaften übernehmen, unten im Bild wird dann auch das Firmenlogo oder der Name eingebaut.“ 350 Euro plus 19 Prozent Umsatzsteuer kostet so eine Patenschaft, also knapp 420 Euro. So viel zahlen die Künstler selbst, um die Planen bedrucken zu lassen, Gewinn machen sie nicht.

Wer sich für eine Patenschaft entscheidet, darf sich aus dem Angebot an Motiven – darunter auch neue Fotografien, die noch nicht ausgestellt werden – eines aussuchen. Doch hat der Bürgerverein Ruhrort schon zugeschlagen, und auch die Künstler selbst finanzieren eine Plane. Für fünf Bilder werden allerdings noch Paten gesucht. Zum Kunstmäzen wird man durch die Spende zwar nicht gleich, aber immerhin zum Teilhaber einer kleinen, feinen Galerie unter freiem Himmel.