DMG spart durch die Schließung der Mercatorhalle

Am 21. November sollen die Arbeiten im Kleinen Saal und im Tagungsbereich soweit fertig sein, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Am 21. November sollen die Arbeiten im Kleinen Saal und im Tagungsbereich soweit fertig sein, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Foto: WAZFotoPool
Die Duisburger Marketing- Gesellschaft, die für die Vermarktung der derzeit geschlossenen Mercatorhalle zuständig ist, kalkuliert, dass die große Halle noch bis Sommer 2013 geschlossen bleibt. Doch das bedeutet keineswegs einen Verlust, durch die Verlegung der Shows kann die DMG sogar sparen.

Duisburg.. In der Regel funktioniert das Geschäftsmodell wie folgt: Je mehr Veranstaltungen in einer Halle stattfinden, desto lukrativer ist das Geschäft für den Betreiber. Doch bei der Duisburger Marketing-Gesellschaft (DMG), die für die Vermarktung der derzeit geschlossenen Mercatorhalle verantwortlich ist, ist das Verhältnis genau umgekehrt. „Ja, das ist so. Je länger die Mercatorhalle geschlossen bleibt, um so günstiger wird das für die DMG“, bestätigte Geschäftsführer Uwe Gerste gegenüber der NRZ.

Hintergrund sei der Entfall der Miete für die große Halle im City-Palais. Die Verträge mit Künstlern und Show-Veranstaltern bleiben auch bestehen, wenn die Auftritte ins Theater am Marientor verlegt werden. Für die Ausweichstätte muss die DMG zwar auch Miete zahlen, dennoch bleibt unter dem Strich ein besseres Ergebnis. Denn fast drei Viertel des Budgets der Stadt-Tochter hängen allein an der Mercatorhalle.

Große Halle noch bis Sommer 2013 geschlossen

Derzeit kalkuliert die Marketing-Gesellschaft, dass die große Halle noch bis zum Sommer 2013 geschlossen bleibt. Das spiegelt sich auch in dem Wirtschaftsplan für 2013 wieder: Zwar sollen die Einnahmen im kommenden Jahr wegen der Schließung um mehr als die Hälfte auf 855.000 Euro sinken. Deutlich weniger muss die DMG aber ausgeben, um die Halle zu bespielen: Der Aufwand dafür verringert sich mit 1,8 Millionen Euro um ein Viertel.

Insgesamt wird die Stadt statt der heute 8,4 Mio Euro im nächsten Jahr nur 7,6 Mio Euro in die verlustreiche DMG stecken müssen. Die Rechnung beruht allerdings auf den bisherigen Erkenntnissen über den Stand der Brandschutz-Sanierung. Wie schnell sich das ändern kann, zeigt die peinliche Posse um die kleine Halle, die erst öffnen sollte, dann aber doch geschlossen blieb.

„Nichts ist schlimmer für den Betreiber einer Halle, als wenn er gar nicht weiß, wann und ob er die Halle überhaupt vermieten kann“, sagt Gerste. Allerdings wird der DMG-Manager in Kürze noch vor ganz andere Ungewissheiten gestellt.

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