Duisburg

Darum sind die Semesterbeiträge in Duisburg mehr als doppelt so hoch wie in München

An der Uni Duisburg-Essen müssen Studenten deutlich mehr zahlen als in München.
An der Uni Duisburg-Essen müssen Studenten deutlich mehr zahlen als in München.
Foto: imago / imago/Olaf Döring
  • An der Uni Duisburg-Essen müssen Studenten fast 300 Euro pro Semester zahlen
  • In München sind es dagegen nur knapp 130 Euro
  • Das liegt in erster Linie am Semesterticket

Duisburg. Du regst dich jedes Semester aufs Neue über die hohen Beiträge an der Universität Duisburg-Essen auf? Dann solltest du vielleicht über einen Wechsel nach München nachdenken.

Dort zahlst du nämlich tatsächlich weit weniger als die Hälfte an Beiträgen pro Semester. Liegt das etwa daran, dass du für ein 20 Quadratmeter großes WG-Zimmer über 500 Euro im Monat bezahlst und die Unis in der bayerischen Landeshauptstadt den Studenten deswegen etwas entgegenkommen wollen?

Semesterticket in München kostet 66,50 Euro

Nein. Die Zahlen haben damit überhaupt nichts zu tun. Die Frage ist aber dennoch schnell beantwortet.

Der Beitrag an der Ludwig-Maximilians-Universität in München beträgt im Wintersemester 2017/18 insgesamt 128,50 Euro. Dieser setzt sich aus einem Grundbeitrag von 62 Euro und einem zusätzlichen Beitrag für das Semesterticket von 66,50 Euro zusammen.

Die Uni erhält nichts von den Beiträgen

Zum Vergleich: An der Universität Duisburg-Essen musst du aktuell 297,38 Euro abdrücken. Allein 189,38 Euro gehen dabei für das VRR Semesterticket (138,48€) und das NRW-Ticket (50,90€) drauf. Hinzu kommt ein Sozialbeitrag für das Studentenwerk (95€) und ein Beitrag für den Allgemeinen Studierendenausschuss (13€).

Macht am Ende einen satten Unterschied von 168,88 Euro! Der kommt also in erster Linie durch die unterschiedlichen Preise für die Tickets zu Stande.

Versucht die Uni Duisburg-Essen trotzdem zusätzlich über die Sozialbeiträge Geld reinzuholen?

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„Auf gar keinen Fall“, sagt Beate Kostka, Sprecherin der Universität Duisburg-Essen. Das habe damit überhaupt nichts zu tun. Dieser Beitrag von 95 Euro fließe wie immer ausschließlich in das Studierendenwerk - „damit die Studenten auch weiterhin kostengünstig essen können.“

NRW-Ticket der große Vorteil

Der entscheidende Vorteil in NRW ist allerdings ganz klar das Semesterticket: Im Gegensatz zu den Studenten in München kannst du kostenlos mit der Bahn durch das komplette Bundesland fahren.

Die eingesparten 170 Euro bist du wahrscheinlich auch sowieso nach einer Monatsmiete wieder los. Und außerdem: Wer will schon nach München, wenn er im Pott leben kann?

(fr/lin)

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