Duisburg

„Da fasst man sich doch an den Kopp!“ So emotional diskutieren die Duisburger die „Tropical-Islands“-Idee

Kein gewöhnliches Schwimmbad: Im „Tropical Islands“ in Krausnick kannst du aus 107 Metern Höhe mit einem Fallschirm springen.
Kein gewöhnliches Schwimmbad: Im „Tropical Islands“ in Krausnick kannst du aus 107 Metern Höhe mit einem Fallschirm springen.
Foto: dpa
  • Der Grundstücksbesitzer des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofs möchte dort ein Outlet-Center errichten
  • Doch FDP-Politiker Thomas Wolters sieht an diesem Ort eher einen Freizeitpark der Marke „Tropical Islands“
  • Mit seinem Vorschlag hat er eine kontroverse Diskussion ausgelöst

Duisburg. Seit Jahren liegt es brach. Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Duisburg. In der Vergangenheit gab es reichlich Vorschläge zur Bebauung. Gegen den aktuellen Plan zur Errichtung eines Outlet-Centers gibt es bereits ein Bürgerbegehren.

Jetzt hat Thomas Wolters eine ganz eigene Idee vorgeschlagen. Der FDP-Politiker, der sich zur Oberbürgermeisterwahl im September aufstellen lassen will, plädiert für den Bau eines Freizeit-Ressorts. Vorbild für dieses Projekt: Das „Tropical Islands“ in Krausnick unweit der Hauptstadt.

Platz dafür wäre genug: Die Fläche direkt an der A59 ist rund 35 Hektar groß, während der Innen- und Außenbereich des „Tropical Islands“ nach Angaben des Betreibers zusammen etwa zehn Hektar messen.

Die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen, dass Wolters mit seinem Vorschlag einen Nerv getroffen hat. Wir haben knapp 700 Kommentare gezählt und die verschiedenen Positionen gegenüber gestellt.

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Viele Duisburger sind von der Idee eines Freizeit-Ressorts auf dem Gelände des ehemaligen Duisburger Güterbahnhofs begeistert

Sabi: Die beste Idee, die ich bislang für den Standort gehört habe.

Falk: Ich finde es eine gute Idee, wirtschaftlich interessant und es könnte ein Aushängeschild für Duisburg und das Ruhrgebiet werden.

Sascha: Das ist doch mal eine sinnige Idee... Besser als dieser „Konsumtempel“, da eh schon genug leere Läden in der City sind (siehe Forum). Die frage die da direkt aufkommt ist: wer Finanziert dieses Projekt ?! Die Stadt ??? Damit dies dann runter gewirtschaftet wird. Dann doch besser ein Investor, wodurch es dann auch Privatisiert ist. Und somit Rentabel bleibt.

Silvia: Mh, das wäre echt Hammergeil....... Würden uns riesig freuen. Dann braucht man nicht extra bis nach Berlin fahren.

Jens: Auf jedenfall...so viele Freizeitbäder hat das Ruhrgebiet doch nicht...

Marcus: Outlet-Center gibt es schon zu genüge. Das Tropical-Center Island ist bislang einmalig in Deutschland. So etwas wäre ein echter Gewinn für die Stadt und für das Ruhrgebiet. Jedoch sollte es klimaneutral funktionieren.

Doch längst nicht alle Nutzer halten etwas von der Idee des FDP-Politikers

Issy: Da fasst man sich doch an den Kopp. Wer soll denn hier den hohen Eintrittspreis bezahlen. Die Horden Touris, die nach Düssburch kommen??? Lieber mal in die bestehenden Bäder investieren und keine neue "Pleite" provozieren!

Jonas: Warum müssen große Freiflächen immer zugebaut werden? (…) Ich wäre für eine Duisburger Freiheit, die quasi dem Central Park in NYC ähnelt! Eine mehrere Hektar große Freifläche, mit Bäumen, Wiesen, Bepflanzungen, Spielplätzen & nah Erholung! Vielleicht mit einem kleinen künstlichen See, worin eine Fontäne steht. Ein attraktiver Park für Jogger.

Sarah: Schwimmen in überfüllten Bädern ist nicht so meins. Und lieber gebe ich Geld für ein schönes Oberteil aus, anstatt einmal Eintritt und ich kann mich nicht bewegen.

Martina: Die Idee ist nicht die schlechteste, aber wie schon viele sagten nicht hier. Das lockt auch kaum jemand von ausserhalb. Und übernachten tun die Besucher schon gar nicht. Mehr Arbeitsplätze würde auch das Outlet bringen.

Marcel: Nein wenn die Leute kein Geld für Marken Klamotten haben warum den dann dafür. Lieber ein Outlet-Center.

Mario: Haltet lieber die bezahlbaren Bäder auf, wo jeder Duisburger sich es noch leisten kann, schwimmen zu gehen.

 
 

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