Duisburg

Duisburg: Clan-Kriminalität in Marxloh – Staatsanwalt verrät, was bei den Ermittlungen KEINE Rolle spielt

Polizisten stehen bei einer Razzia gegen Clan-Kriminalität in der nördlichen Innenstadt in einem Lokal.
Polizisten stehen bei einer Razzia gegen Clan-Kriminalität in der nördlichen Innenstadt in einem Lokal.
Foto: Ina Fassbender / dpa

Duisburg. Seit Juni sind in Duisburg-Marxloh zwei Staatsanwälte aktiv, die sich schwerpunktmäßig um die sogenannte Clan-Kriminalität kümmern sollen. Es geht im Kern um 2800 Angehörige von insgesamt 70 Familien, insgesamt laufen bereits 140 Verfahren.

Die WAZ (Bezahlinhalt) hat mit Oberstaatsanwalt Stefan Müller gesprochen. Müller leitet die Abteilung für Bandenkriminalität und ist der Vorgesetzte der beiden Staatsanwälte, die vor Ort in Marxloh ermitteln.

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Marxloh-Projekt: Staatsanwälte wollen Köpfe der Clan-Familien ermitteln

„Die Vergehen reichen von Delikten im Bagatellbereich wie Schwarzfahren bis zum schweren Raub. Diese Menschen sind ja nicht anders als andere Straffällige“, sagt Müller der WAZ.

In dem sogenannten Marxloh-Projekt soll vor allem ermittelt werden, wer die Köpfe der Clan-Familien sind - und natürlich soll auch die offensichtliche Kriminalität auf der Straße zurückgedrängt werden.

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Oberstaatsanwalt verrät: DAS spielt keine Rolle

Ob es einen sogenannten „Paten von Marxloh“ gibt, kann Müller aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Was aber feststeht: „Wir unterscheiden auch nicht nach Nationalitäten oder Religionen, die sind nebensächlich, wir gucken uns die Straftaten an“, sagt Müller. Das komplette Interview zur Clan-Kriminalität im Duisburger Norden kannst du hier auf der WAZ lesen. (bs)

 
 

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