Duisburg

Am Mittwoch startet die Dokusoap über Zoo Zajac - das hält der Deutsche Tierschutzbund davon

Norbert Zajac betreibt in Duisburg das größte Zoogeschäft der Welt.
Norbert Zajac betreibt in Duisburg das größte Zoogeschäft der Welt.
Foto: Jürgen von Polier
  • „Norberts Zoo“ startet Mittwoch bei Sat.1
  • Tierschutzbund kritisiert die Verhältnisse in der riesigen Zoohandlung
  • Lieber ins Tierheim gehen

Duisburg. Seit Jahren sorgt er mit seiner Zoohandlung für Gesprächsstoff: Nun bekommt Norbert Zajac bei Sat.1 seine eigene Dokusoap. Der Deutsche Tierschutzbund ist davon alles andere als begeistert.

Am Mittwoch um 22.30 Uhr startet die vierteilige Serie „Norberts Zoo“, die Einblicke in das größte Tiergeschäft der Welt vermitteln soll. Etwa 250.000 Tiere wohnen dort derzeit, darunter diverse Schlangen, Affen und hochgiftige Fische.

Tierhandlung weckt falsche Begehrlichkeiten

Dem Deutschen Tierschutzbund gefällt das Ganze so überhaupt nicht. „Mit seinem Zoogeschäft verfolgt Norbert Zajac ein fragwürdiges Konzept: Exotische Tiere bietet er quasi für Jedermann zum Kauf an“, sagt Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes.

„Zajacs Tierhandlung mit 'Erlebnischarakter' weckt Begehrlichkeiten und gibt einigen Menschen das Gefühl, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können.“

Tierschutzbund kritisiert auch den Verkauf von Hundewelpen

Laut Tünte sei das allerdings ein fataler Irrtum, da viele dieser Tiere hohe Ansprüche an Haltung, Ernährung und Klima hätten. Später würden die Tiere dann in nicht nur unwürdiger, sondern auch tierschutzwidriger Haltung vor sich hin vegetieren.

Auch der Verkauf von Hundewelpen in der Zoohandlung von Norbert Zajac stößt beim Deutschen Tierschutzbund auf starke Kritik. „Ein Tier ist keine Ware, die man einfach in Massen in einem Geschäft verkaufen dürfen sollte. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte sich zuerst im Tierheim umsehen. Das Zajac-Konzept, bei dem man spielende Hundewelpen in ihren Gehegen beobachten kann, verführt zu Spontankäufen“, so Tünte.

Der Deutsche Tierschutzbund hatte Sat.1 deswegen im Vorfeld der Ausstrahlung dazu aufgefordert, die Ausstrahlung zu überdenken. Ohne Erfolg.

(fr)

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