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Dozentin aus Siegen erzählt von ihrer Liebe zu Büchern

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Foto: WP
Eva Balada Rosa wird als eine von vier Dozenten beim „vielSeitig“ Festival ihre Lieblingsliteratur vorlesen. Bücher und Lesen spielen in ihrem Leben schon immer eine wichtige Rolle.

Siegen. 

„VielSeitig“ nennt sich das europäische Literaturfestival, dass diese Woche in Siegen stattfindet – und abwechslungsreich ist das geplante Programm auf jeden Fall. Neben dem All You Can Read finden sich verschiedene Lesungen darin: Literatur wird teilweise auch von einer ganz neuen Seite gezeigt, zum Beispiel von der Kafka Band um Jaroslav Rudiš, die dem Publikum „Das Schloss“ mit Hilfe von Rockmusik und Videoprojektionen nahe bringen will.

Lesung statt Vorlesung

Im New Orleans andererseits heißt es wieder „Lesung statt Vorlesung“. Im Rahmen des Literaturfestivals wird den Siegener Studenten wieder die Möglichkeit geboten, die literarischen Neigungen ihrer Dozenten einmal genauer zu erkunden. Dabei bleibt es auf jeden Fall abwechslungsreich, denn die Dozenten stammen aus drei verschiedenen Fakultäten. Unter den Lesenden befindet sich dieses Mal auch Eva Balada Rosa aus dem Bereich der Romanistik. Schon einige Male nahm sie an der Veranstaltung teil und ist begeistert von der Idee. „Wir wollen ja das Beste für unsere Studenten“, erklärt sie. Mit ihrem Beitrag möchte sie die Studierenden inspirieren und zum Lesen motivieren. Außerdem unterstütze sie bei einem so lobenswerten Vorhaben auch gerne ihre Kollegen. Lesen wird Balada Rosa zwei, bis drei kurze Erzählungen von Quim Monzó aus dem Buch „Der Grund der Dinge“, darunter „Der Glaube“ und „Das Opfer“. „Ich bin ein Freund von diesem Schriftsteller, seit ich als Studentin von ihm erfahren habe“, schwärmt sie. Die preisgekrönte Autorin Isabel Clara Simó unterrichtete sie damals. „Sie war eine der besten Dozentinnen, die ich je hatte.“ Durch sie hat sie Monzó zu schätzen gelernt und ist seitdem großer Fan, schrieb sogar ihre Masterarbeit über den Schriftsteller. Balada Rosa wählte diese einzelnen Erzählungen, weil sie im Kontext der Veranstaltung einfacher zu verstehen sind als eine Stelle aus der Mitte eines Buches. „Außerdem fiel meine Wahl auf Monzó wegen der wunderschönen Sprache.“

Die Rolle der Literatur

„Jeder muss das Buch finden, das für ihn richtig ist“, stellt Balada Rosa außerdem fest. Für sie seien Bücher etwas sehr Persönliches, denn es gebe Werke, die zu einer bestimmten Zeit im Leben von Wichtigkeit seien. Dies möge sich aber auch wandeln: „Ich habe mich verändert und Bücher, die einmal eine große und bestimmte Bedeutung für mich hatten, haben nun vielleicht eine ganze andere.“ Literatur spielt in Balada Rosas Leben eine vitale Rolle. „Ich lese sehr gerne!“, betont sie und erzählt, dass sie Bücher gern parallel liest anstatt eines nach dem anderen. Ihr Beruf bringt das Lesen mit sich und dafür ist sie sehr dankbar: „Ich kann mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen“. Wie auch Balada Rosa findet, ist die Veranstaltung eine schöne Gelegenheit, die Lehrenden auch mal außerhalb der Uni kennenzulernen – schließlich sind Dozenten doch auch normale Menschen.

Zuhören kann man den Dozenten am Samstag, den 29.10. ab 18 Uhr im New Orleans. Der Eintritt liegt bei 3€.