Dortmund

Westernhagen unplugged in Dortmund - So ledert der Rocker gegen den Ex-BVB-Trainer

Zunge raus! Westernhagen kann die Jubelmassen in der Westfalenhalle wohl nicht so ganz fassen. Zumal er kurz vorher mit einem Spruch gegen Borussia Dortmund provoziert hat.
Zunge raus! Westernhagen kann die Jubelmassen in der Westfalenhalle wohl nicht so ganz fassen. Zumal er kurz vorher mit einem Spruch gegen Borussia Dortmund provoziert hat.
Foto: Dominik Göttker

Dortmund. Es hätte ein böser Freitagabend für den Rocker werden können. Gleich zu Beginn seines Unplugged Nachholkonzerts, der Termin im Oktober war wegen Krankheit abgesagt worden, ließ der Düsseldorfer Westernhagen einen fiesen Spruch gegen den Stolz der Stadt los.

„Das was die Holländer am besten können, ist Käse produzieren. Das hat man beim BVB ja jetzt gesehen.“

Westernhagen provoziert mit Spruch gegen Borussia Dortmund

Uiuiui. Kurz ging ein Raunen durch die Stuhlreihen der fast ausverkauften Westfalenhalle 1. Doch ebenso schnell, wie Neu-BVB-Trainer Peter Stöger die Herzen der Dortmunder nach der Bosz-Zeit erobern konnte, so schaffte es auch Marius Müller Westernhagen, die Sympathien zurückzugewinnen.

Über zweieinhalb Stunden spielte der am Nikolaustag 69 Jahre alt Gewordene sein Programm. Darunter Klassiker wie: „Weil ich dich liebe“ mit Freundin und Gastmusikerin Lindiwe Suttle, „Taximann“ oder „Johnny W.“.

Publikum jubelt endlos

Und das mit einer Freude und einer Herzlichkeit, die man von dem oft so kühl-wirkenden Westernhagen fast schon nicht mehr gewohnt war.

Immer wieder scherzte der 69-Jährige, schaute ob nicht enden wollender Jubelpassagen verdutzt in die Menge, streckte seinen Fans die Zunge raus oder forderte die Zuschauer zum ausgelassenen Tanz im bestuhlten Innenraum auf.

Zehn Minuten lang hieß es: „Sexy“ - ich würde alles für dich tun

Dass das Publikum bei den nicht so bekannten Songs auch oft rasch in den Stuhl zurückfiel? Geschenkt.

Bei den Klassikern standen sie wieder alle. Sangen jede Zeile frenetisch mit.

Es war ein grandioser Konzertabend. Dafür sorgten allein die 10-Minuten-Version von „Sexy“ und das konzertabschließende „Freiheit“.

Der Song, der einem auch lange nach Gig-Ende, noch immer auf dem Parkplatz entgegengesungen wurde.

 
 

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