SPD will keine Fusion von Westfalenhallen und Messe Essen

Retten die Dortmunder Westfalenhallen die defizitäre Messe Essen? Die Dortmunder SPD hat dieser Idee jetzt eine Absage erteilt. Die Grünen bestreiten, die Pläne überhaupt in die Welt gesetzt zu haben.

Dortmund. Die SPD-Fraktion sieht in einer Mitteilung schon "die gute Arbeit der Westfalenhallen Dortmund" aufs Spiel gesetzt. Eine Fusion mit der Messe Essen erteilen die Genossen "eine klare Absage". Das sei aber auch gar nicht beabsichtigt, meint Daniela Schneckenburger, grüne OB-Kandidatin und Fraktionsvize im Landtag, zum Vorschlag der NRW-Grünen, ein landesweites Messekonzept aufzulegen.

Es gebe kein anderes Bundesland mit vier großen Messen auf engstem Raum, die untereinander in Konkurrenz stünden, so Schneckenburger. Ziel eines Messekonzeptes sollte sein zu verhindern, dass Ausstellungen von den eher national bedeutenden Messe-Standorten wie Essen und Dortmund ins Rheinland zu den internationalen Messe-Adressen nach Köln und Düsseldorf abwanderten, erläutert die grüne OB-Kandidatin: "Das wäre nur eine Umverteilung innerhalb des Bundeslandes. Das bringt nichts."

Eine Fusion der Messe Essen mit den Westfalenhallen Dortmund gehe aber auch nicht", so Schneckenburger zu anderslautenden Medienberichten: "Es kann nicht sein, dass die eine Ruhrgebietsmesse die andere stützen muss. Uns geht es nur um Kooperation auf bestimmten Themenfeldern."

Minister kann nur moderieren

Im Januar hatte eine knappe Mehrheit der Bürger die Ausbaupläne der Messe Essen gestoppt. Sie schreibt rote Zahlen, hat 124 Millionen Euro Verbindlichkeiten, die Westfalenhallen dagegen erfreuen sich schwarzer Zahlen. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) soll nach dem Wunsch der Grünen Kooperationsmöglichkeiten der Standorte in einem Messekonzept ausloten. "Der Minister kann bei den Messen Essen und Dortmund ohnehin nur moderierend tätig sein, stellt Schneckenburger klar.