Menschenmenge bedroht Polizisten im Dortmunder Norden

Foto: Peter Bandermann
Auf der Mallinckrodtstraße in der Dortmunder Nordstadt haben am Samstag rund 100 Personen die Polizei bedroht. Auslöser war ein Trinkpäckchen.

Dortmund.. Rund 100 Personen haben sich am Samstag an der Mallinckrodtstraße gegen Polizisten solidarisiert. Auslöser war laut Polizei ein aggressiver 24-Jähriger, der die Menschenmenge gegen die Beamten aufhetzte. Erst eine Verstärkung der Polizei konnte die bedrohliche Situation auflösen.

Ein Streifenwagen war gegen 17.15 Uhr von einem Mann (24) mit einem Trinkpäckchen beworfen und beschimpft worden. Davon bekamen die Beamten nichts mit, so die Polizei. Aber Zivilbeamte, die zu Fuß unterwegs waren, hatten den Vorfall beobachtet. Sie gaben sich dem Werfer als Polizisten zu erkennen und forderten ihn auf, sich auszuweisen.

100 Personen scharten sich um Polizisten

Der Mann beleidigte und bedrohte die Beamten daraufhin. Fast 100 Personen bemerkten das Geschehen und scharten sich um die Polizisten. Der 24-Jährige hetzte die Menschenmenge gegen die Beamten, erklärte die Polizei – die Stimmung wurde immer aggressiver. Die Beamten drängten den Mann in den Polizeiwagen.

Dann griff auch die Ehefrau (25) des Aufwieglers ins Geschehen ein: Sie versuchte, ihren Mann aus dem Auto zu befreien. Auch sie wurde vorläufig festgenommen.

Die Menschenmenge wurde immer bedrohlicher. Als die Polizisten ihr Fahrzeug zurücksetzten und losfahren wollten, warf ein Unbekannter eine Flasche auf den Wagen und beschädigte ihn leicht. Teile der Gruppe blockierten zusätzlich die Mallinckrodtstraße.

Gruppe löste sich erst auf, als Verstärkung kam

Diese bedrohliche Szenerie dauerte laut Polizei einige Minuten. Erst als sich Verstärkung mit Martinshorn näherte, löste sich die Gruppe auf und flüchtete Richtung Nordmarkt.

Der 24-Jährige wurde zur Vernehmung und zur Entnahme einer Blutprobe zur Wache gebracht. Gegen ihn wird wegen Widerstandes und Sachbeschädigung ermittelt – gegen seine Frau wegen versuchter Gefangenenbefreiung.

Zuletzt habe es das Phänomen immer häufiger gegeben, dass sich Personen "zusammenrotten" und versuchten, Einfluss auf die Beamten auszuüben, so die Polizei.

 
 

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