Kultur für sozial Schwache

Nadine Albach
Setzen sich für die Kulturloge Ruhr ein: mit Marc Grandmontagne, Annie Sarfeld und Kurt Eichler, Leiter Kulturbetriebe. Foto: Franz Luthe
Setzen sich für die Kulturloge Ruhr ein: mit Marc Grandmontagne, Annie Sarfeld und Kurt Eichler, Leiter Kulturbetriebe. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
Kultur auch für sozial Schwache – diese Idee bringt die Kulturloge Ruhr auch nach Dortmund. Jetzt sind immer mehr Kultureinrichtungen bereit, ihre nicht verkauften Tickets zu spendieren.

Dortmund. Kultur auch für sozial Schwache – diese Idee bringt die Kulturloge Ruhr auch nach Dortmund und hat deswegen schon im November letzten Jahres für Aufsehen gesorgt. Jetzt sind immer mehr Kultureinrichtungen bereit, ihre nicht verkauften Tickets zu spendieren.

„Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Marc Grandmontagne von der Kulturloge Ruhr – und doch wünscht er sich, dass das Projekt in Dortmund noch ein wenig Fahrt aufnimmt. Die Idee ist denkbar simpel: Sozial Schwache bekommen Karten für Kulturveranstaltungen, die nicht verkauft worden sind. Und beide Seiten profitieren: Die so Beschenkten können etwas besuchen, das sie sich sonst nicht leisten können – und die Veranstalter haben ein volles Haus.

Theater will mitwirken

Mitmachen wollen die Kulturbetriebe, das Harenberg City-Center, die Auslandsgesellschaft, Konzerthaus, domicil, Zeche Zollern, Roto Theater, der WortKunstRaum – und nach anfänglichen Vorbehalten (wir berichteten) offenbar auch das Theater.

Festgezurrt werden sollen diese Kooperationen bei einer Info-Veranstaltung am Montag, 6. Februar, 18 Uhr im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, wo rund 30 Kulturträger sich über das Projekt informieren. „Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche rechtliche Situationen – aber aus NRW sind mir bisher keine Vorbehalte bekannt“, sagt Grandmontagne. Die Pilotprojekte der Kulturloge liefen in Marburg und Berlin, in das Ruhrgebiet geholt hat das Projekt Antonia Illich, die 2010 in Essen loslegte. Mittlerweile breitet sich die Idee aus – nach Bochum, Oberhausen, Mülheim. Und mit den bisher 20 Ehrenamtlichen wird es knapp.

Eine Situation, in der Annie Sarfeld von proKultur mit ihren ehrenamtlichen Helfern einspringt: „Kultur und Bildung gehören allen Menschen. Die Tafel macht satt – Kultur macht reich.“