Dortmund: Firma lässt trotz Ukraine-Krieg weiter in Russland produzieren – SO begründet das der Chef

Wladimir Putin: Das ist Russlands Machthaber

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Seitdem in der Ukraine Krieg herrscht, haben zahlreiche Firmen ihren Betrieb in Russland eingestellt. Doch ein Unternehmen aus Dortmund produziert fleißig weiter.

Der Pumpenhersteller Wilo aus Dortmund hat seit fast 30 Jahren eine Produktionsstätte. Warum die Maschinen weiterlaufen, erklärt nun der Chef selbst.

Dortmund: Wilo-Chef erklärt Fortgang der Produktion in Russland

Wie kaum ein anderes Unternehmen hat die Firma Wilo einen positiven Strich unter das Corona-Jahr 2021 setzen können. Es wurde ein Rekordumsatz verzeichnet. Das auch dank der Tochtergesellschaft in der Nähe von Moskau.

Das Pumpenwerk in Noginsk läuft auch nach dem Angriff des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin auf die Ukraine weiter. Der Firmenchef Oliver Hermes hat nun gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ Stellung bezogen: „Wir betrachten unsere Kolleginnen und Kollegen in Russland weiterhin als integralen Bestandteil der Wilo-Familie. Deshalb zählen wir auch in Russland auf einen Fortbestand unseres Geschäfts – und die Aktivitäten in unserer Produktionsstätte in Noginsk laufen weiter“, erklärt er.

Dortmund: DESHALB läuft das Pumpenwerk in der Nähe von Moskau weiter

Nach Kriegsbeginn seien die Lieferungen von und nach Russland ebenfalls vorerst eingestellt worden. Doch inzwischen betont das Unternehmen, dass alle Menschen ein Recht auf sauberes Wasser hätten. Deshalb könne es nicht im „politischen Interesse“ sein, wenn die Produktion eingestellt werden würde.

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Schließlich sei die Infrastruktur von so vielen Wohngebäuden, Krankenhäusern, Wohnheimen sowie Kläranlagen und Wasserwerken von der Arbeit des Pumpenwerks abhängig. Und auch in Kiew hat das Unternehmen einen Sitz mit rund 40 Mitarbeitern.

Dortmunder Unternehmen will „Aktivitäten in beiden Ländern aufrechterhalten“

Auch da versuche man alles, um die Geschäfte am Laufen zu halten und somit die ukrainische Wirtschaft zu unterstützen.

„Wir sehen es als unsere gesellschaftliche Verantwortung an, unsere Aktivitäten in beiden Ländern sofern möglich aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus ist das Ziel der westlichen Sanktionspolitik, die wir ausdrücklich respektieren, eine Verhaltensänderung der russischen Führung und eben nicht die völlige Zerstörung der russischen Wirtschaft und die Verarmung der Bevölkerung“, betonte Oliver Hermes nochmal ausdrücklich im Interview mit den „Ruhr Nachrichten“.