Dortmund klettert im Städte-Ranking nach oben

Städte-Rankings werden - nicht nur in Dortmund - oft mit Argwohn betrachtet. Denn die Städte im Ruhrgebiet schneiden dabei traditionell schlecht ab. In einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts und der Privatbank Berenberg hat Dortmund jetzt allerdings einen Sprung nach vorn gemacht.

Dortmund.. Zum vierten Mal hat das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWW) und die Privatbank Berenberg die 30 größten Städte Deutschlands auf ihre Zukunftsfähigkeit untersucht. Dabei macht Dortmund im Vergleich zur letzten Untersuchung von 2013 einen Sprung von Platz 25 auf Platz 18. Spitzenreiter ist München, Schlusslicht Chemnitz. Interessant ist ein Blick auf die Details:

Der Trend-Index

Insgesamt wurden die Städte nach 17 Kriterien beurteilt, die zu drei Indizes zusammengefasst wurden. Vor allem beim Trend-Index, in dem Veränderungen in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Dynamik und der aktuellen Entwicklung in Sachen Bevölkerungszahl, Erwerbstätigkeit und Produktivität eine Rolle spielen, schneidet Dortmund positiv ab. Hier landete die Stadt auf Platz 11.

"Dortmunds Aufstieg von Platz 26 auf den elften Platz beruht auf einem hohen Produktivitätswachstum (Rang 5) und einem erfreulichen Zuwachs bei der Erwerbstätigkeit (Rang 12)", heißt es in der Studie.

Der Demografie-Index

Der Demografie-Index berücksichtigt die demographische Entwicklung bis 2030. Er ist der schwächere Teil der Studie. Denn speziell im Fall Dortmund fällt auf, dass mit überholten Zahlen eines Bundesinstituts gearbeitet wird. Sie prognostizieren für Dortmund bis 2030 noch einen Bevölkerungsschwund von mehr als 3 Prozent.

Das Statistische Landesamt geht allerdings in seiner aktuellen Prognose wieder von einem Bevölkerungswachstum aus. So soll Dortmund etwa im Jahr 2025 wieder mehr als 600.000 Einwohner zählen. Aktuell sind es bereits mehr als 590.000.

In der HWWI/Berenberg-Studie kommt Dortmund beim Demographie-Index auf Platz 19. Das könnte wahrscheinlich besser sein, wenn die aktuellere Bevölkerungsprognose (und die tatsächliche Entwicklung) berücksichtigt worden wäre.

Der Standort-Index

Der Standort-Index berücksichtigt Faktoren wie Bildung und Innovationsfähigkeit, Internationalität und Erreichbarkeit. Hier kommt Dortmund auf Platz 20.

Die Reaktion

Für den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund, Udo Dolezych, belegt das neue Städteranking von HWWI und Berenberg, dass Dortmund auf einem guten Weg ist. Der Aufstieg von Platz 25 im Jahr 2013 auf nun Platz 18 in diesem Jahr, sei erfreulich. Besonders mit Blick auf das gute Abschneiden beim wichtigen Trend-Index stellt Dolezych fest: "Die Richtung stimmt und ich bin zuversichtlich, dass wir beim nächsten Ranking in 2017 weiter vorrücken werden."

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