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Dortmund: Jugendlicher (16) von Polizei erschossen – Beerdigung in der Stadt abgesagt

Dortmund: Jugendlicher (16) von Polizei erschossen – Beerdigung in der Stadt abgesagt

© Gregor Bauernfeind/dpa

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Am 8. August ist in Dortmund ein 16-Jähriger von einem Polizisten erschossen worden. Noch immer herrscht Fassungslosigkeit in der Stadt.

Jetzt soll der Jugendliche aus Dortmund seine letzte Ruhestätte in seiner Heimat finden.

Bestattung in Dortmund in letzter Sekunde abgesagt

Nach den tödlichen Schüssen sollte Mouhamed D. eigentlich in Dortmund beerdigt werden. Alles stand bereits bereit, die Grube war schon ausgehoben. Doch in letzter Minute schaltete sich die senegalesische Botschaft ein, wie die „Ruhrnachrichten“ berichten.

Verwandte des toten Flüchtlings aus dem Senegal hätten sich plötzlich gemeldet und um eine Bestattung in ihrem Land gewünscht, erklärt nun auch die „Bild“. Mit Berufung auf senegalesische Medien schreibt die Zeitung, dass sich ein Mann gemeldet habe, der behauptet, der Vater des Toten zu sein. Bei den Behörden in Deutschland hingegen gelte der 16-Jährige als Waise. Am Mittwoch (17. August) hat er seine letzte Reise in die Heimat angetreten.

Dortmund: Toter 16-Jähriger in Heimatstadt im Senegal beerdigt

Zuvor hätten sich viele Trauernde bei einem Totengebet von dem verstorbenen Teeanger verabschiedet. Nach Angaben der „Bild“ sei der Leichnam von Mouhamed D. am Donnerstagnachmittag Ortszeit in Dakar ankommen und dann ins 250 Kilometer entfernte Ndiaffate gebracht werden. Für die Kosten der Überführung wolle die Stadt Dortmund aufkommen.

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Noch am selben Tag soll der 16-Jährige in seiner Heimatstadt beerdigt worden sein.

Wie es zu dem schrecklichen Todesfall kommen konnte, muss noch genau geklärt werden. Nach Angaben der Polizei hatte der 16-Jährige die Beamten mit einem Messer bedroht. Daraufhin feuerte ein 29-jähriger Beamter sechs Schüsse ab, fünf davon trafen den Jugendlichen. (cg)