BVB-Revue im Theater Dortmund — Grüne haken bei Kosten nach

Dortmund. Die Diskussion um die BVB-Revue im Musiktheater geht auch politisch weiter: Die Grünen wollen jetzt im Kulturausschuss Details zu den Kosten erfragen – um herauszufinden, wie groß auch der politische Druck auf das Theater ist.

Stutzig gemacht hatte die Grünen der Lauf der Geschichte um die BVB-Revue: 50 000 Euro soll Bettina Pesch, geschäftsführende Direktorin, Bruno Knust zunächst und auch noch ohne den Beschluss im Ausschuss als Mietkosten für die Oper genannt haben – die nun zu 15 000 Euro geschmolzen sind. „Wir wollen wissen, ob das genau durchkalkuliert ist“, sagt der kulturpolitische Sprecher Jürgen Brunsing. „Wir vermuten, dass hier Interessen eine Rolle spielen und nicht nur reine Fakten.“ Soll heißen: Wenn der Fußball und evtl. die Meisterschaft regieren, wird ein Auge zugedrückt. Die Grünen allerdings wollen sichergehen, dass das Theater dabei nicht noch draufzahlt: „Wir glauben nicht, dass die BVB-Revue zur Einnahmeerhöhung beitragen wird.“

Auch die Einflussnahme der Politik auf den Spielplan lehnten die Grünen bereits im letzten Ausschuss ab. Kulturdezernent Jörg Stüdemann allerdings betonte gegenüber unserer Zeitung, niemand habe die Absicht, die Kunst- und Theaterfreiheit zu beschränken: Sollte der BVB Meister werden, sei dies ein Sonderfall, in dem sozusagen die „sechste Jahreszeit anbreche“: „So eine Party läuft nach eigenen Regeln.“

 
 

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