Sanierung der Opel-Flächen kostet 130 Mio Euro

Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Bochums Stadtrat dürfte in der kommenden Woche (30.) im Beisein von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) weitgehend einvernehmlich Grünes Licht geben für die Gründung der gemeinsam von Stadt und Adam Opel AG geplanten Gesellschaft „Bochum Perspektive 2022“. Dies zeichnet sich nach der Ältestenratsitzung von Mittwoch ab.

100 bis 130 Millionen Euro soll allein die Sanierung und Erschließung der Opel-Fläche in Laer (Werk I) verschlingen, teilte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) gestern den Fraktionsspitzen mit. Insbesondere die Verwendung von asbesthaltigem Fugenmaterial verteuert die Arbeiten; auf die Sanierung entfallen deswegen rund 70 Mio.

Stand heute ist die „2022-GmbH“ mit einem Eigenanteil von 10 Prozent an den Kosten beteiligt. Hinzu kommen Beträge für nicht förderfähige Arbeiten. Nicht eingerechnet ist zudem die auf Sicht unverzichtbare Anbindung der Werke II und III an die Autobahn 40. Daher gibt es Überlegungen die GmbH mit mehr als den bisher geplanten 9,4 Mio Euro (51% Stadt, 49% Opel) auszustatten. Die Rede ist nun von einer Einlage in doppelter Höhe.

Unklar ist nach wie vor, zu welchem Zeitpunkt und mit welchen Forderungen oder Verpflichtungen Opel sein(e) Grundstück(e) in die Gesellschaft einbringen will. Nach den jüngsten Überlegungen des Autobauers das Warenverteilzentrum auf Werk II auszudehnen, rückt vornehmlich das Werk I in den Blickwinkel. Gleichwohl hieß es nach WAZ-Informationen im Ältestenrat, dass die Zukunft der Flächen aller drei Werke immer im Gesamtkontext gesehen werden muss.

Neben dem Gesellschaftsvertrag soll es daher auch eine schriftliche Vereinbarung über weitere Details der Zusammenarbeit geben. Diese Vereinbarung soll aber erst nach Gründung der Gesellschaft fixiert werden.

 
 

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