Ruhr-Universität Bochum formuliert eine Zukunftsstrategie

Tom Thelen
Die Ruhr-Universität ist sich ihrer zentralen Position bewußt.
Die Ruhr-Universität ist sich ihrer zentralen Position bewußt.
Foto: www.blossey.eu
Mit dem soeben veröffentlichten Hochschulentwicklungsplan für die Jahre 2014 bis 2019 wird vom Rektorat der Ruhr-Universität eine Zukunftsstrategie festgelegt. Enthalten ist dort auch ein Leitbild der RUB. Dieses steht nun unter dem Motto: „Menschlich – weltoffen – leistungsstark“.

Bochum. Die Jahre 2000 bis zum Jahr 2025 stehen an der Ruhr-Universität im Zeichen einer übergeordneten langfristigen Entwicklungsstrategie. Diese sieht den universellen Umbau der ersten Universitätsgründung der Bundesrepublik Deutschland vor. Das geschieht auf allen Ebenen, nicht zuletzt auch durch viele Baumaßnahmen.

Zum Umbau zu einer Universität für das 21. Jahrhundert tragen auch interne Hochschulentwicklungspläne bei. Das sind „zentrale strategische Instrumente“, die allgemeine und übergeordnete Zielsetzungen für die Universität formulieren. Jetzt ist der aktuelle Hochschulentwicklungsplan III (HEP III) für die Jahre 2014 bis 2019 vom Rektorat beschlossen und auch veröffentlicht worden.

Unterstützung für die Forschung

Auf 28 Seiten spricht der Nachfolger der Pläne HEP I (2008 bis 2010) und HEP II (20011 bis 2013) diverse Handlungsfelder an. Theoretisch ist die Entwicklung der RUB zwischen 2000 und 2025 in vier Phasen unterteilt: In Phase I stand eine Modernisierung des Studiensystems im Mittelpunkt.

In Phase II sollten Unterstützungsstrukturen für die Forschung und leistungsstarke Forschungsschwerpunkte geschaffen und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verstärkt werden. In der aktuellen Phase III liege der Fokus nun auf einer umfassenden Internationalisierung der gesamten Universität. Dem trägt das vorliegende Papier Rechnung.

„Menschlich – weltoffen – leistungsstark“

Enthalten ist auch ein Leitbild der RUB. Diesem ist nun das Motto: „Menschlich – weltoffen – leistungsstark“ eingeschrieben. Übergeordnete universitäre Ziele seien Verbesserungen bei der „internationalen Sichtbarkeit“, von „Bedingungen für Spitzenforscher“ und für ein „erfolgreiches Studium „ sowie die Stärkung der Ressourcenbasis der Hochschule“.

Primäre Themen sind ferner Qualitätskriterien in Lehre und Forschung, die möglichst frühe Selbstständigkeit junger Forscher, die Infrastruktur (etwa das Bibliothekswesen und eine Campusmodernisierung) und nicht zuletzt die Ruhr-Universität in der Gesellschaft. Hier verspricht der HEP III auch, dass die RUB zunehmend Verantwortung in der Stadt übernimmt: mit Beteiligung an „der Entwicklung von Zukunftsszenarien für den Standort Bochum im Kontext der Regionalentwicklung in der Nachbarschaft (Masterplan Bochum 4.0)“ und mit der „Entwicklung und Umsetzung eines neuartigen Transfer- / Gründerkonzepts, das bis 2015 projektreif sein soll“.