Herne

„Man denkt an die Anschläge auf Reker oder Schäuble“: So geht es CDU-Mann Sven Rickert, nachdem sein Wahlkampfmobil ausgebrannt ist

Jürgen von Polier
So sah das brennende Wahlkampf-Mobil aus.
So sah das brennende Wahlkampf-Mobil aus.
Foto: CDU
  • Das Wahlkampfmobil des Herner CDU-Politikers Sven Rickert ist in der Nacht zu Dienstag, den 25. April ausgebrannt
  • Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall
  • Noch ist unklar, ob es sich um einen technischen Defekt oder einen Anschlag handelt
  • Im Gespräch mit DER WESTEN sprach Sven Rickert darüber, wie es ihm mit der Situation geht

Herne. In der Nacht zu Dienstag ist das Wahlkampfmobil von CDU-Politiker Sven Rickert ausgebrannt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Bisher ist unklar, ob es ein Anschlag war oder nicht. DER WESTEN sprach mit Sven Rickert über den Fall.

Die Ursache des Brandes ist bisher noch unklar. Wie sind die aktuellen Ermittlungen?

Sven Rickert: „Leider, oder auch Gott sei Dank, gibt es bisher noch keine Neuigkeiten. Morgen (am 27. April) soll mir aber mitgeteilt werden, ob technisches Versagen ausgeschlossen werden kann“, sagt Rickert. Und er ergänzt: „Es wäre eigentlich ,schön', wenn es technisches Versagen wäre. Dass Wahlplakate abgerissen werden, damit rechnet man ja. Aber dass ein Auto brennt, ist eine ganz andere Sache.“

Wie geht es Ihnen mit der Vorstellung, dass es doch ein Anschlag gewesen sein könnte?

(Rickert antwortet nachdenklich): „Am Anfang dachte ich, es schockt mich nicht. Aber jetzt merke ich, dass es mich runterzieht. Dass man sich in seiner Heimat für andere Menschen einsetzt und dann doch so etwas passiert. Es können ja auch nur Spinner sein. Aber beim nächsten Mal können es auch Spinner sein, die einen persönlich treffen. Ich denke gerade vor allen Dingen an meine Frau.“

Wenn es ein Anschlag war, wer könnte ihn dann begangen haben?

„Ich weiß es nicht. Es gibt in Herne keine politischen Streitereien, ich verstehe mich mit allen. Auch mit SPD und der Linken verstehe ich mich sehr gut. Wir haben alle ein gutes Verhältnis. Sowas erwartet man einfach nicht in Herne. Vielleicht hat es mich deswegen auch so getroffen. Wenn es besoffene Spinner waren, könnte ich es vielleicht leichter abhaken.“

Wie haben Ihre Kollegen reagiert?

„Die können es auch nicht verstehen. Bei der SPD hat man den Kopf geschüttelt und der Vorsitzende von der Linken hat mir eine nette E-Mail geschrieben, dass ihm sehr leid täte, was passiert ist. Man denkt an der Stelle natürlich automatisch an die Anschläge auf Henriette Reker oder Wolfgang Schäuble. Ich persönlich habe mir heute mal einen halben Tag freigenommen.“

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