Firma Eickhoff zitiert 40 Freigestellte zu Gesprächen

Andreas Rorowski
Beim Tag der offenen Tür zum 150. Firmengeburtstag von Eickhoff im Sommer war noch alles in Ordnung.
Beim Tag der offenen Tür zum 150. Firmengeburtstag von Eickhoff im Sommer war noch alles in Ordnung.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Die Fronten zwischen der Geschäftsleitung des Maschinenherstellers Eickhoff und der 40 freigestellten Mitarbeiter scheinen weiter verhärtet zu sein. Für nächstes Woche hat er der Arbeitgeber die Beschäftigten erneut zu Einzelgesprochen zitiert.

Bochum. Zu neuerlichen Einzelgesprächen mit der Personalabteilung werden die 40 Mitarbeiter Anfang der kommenden Woche zitiert, die der Maschinenbauer Eickhoff vor knapp zwei Wochen zunächst bis zum 5. Dezember freigestellt hat und ihnen offenbar nahelegt, das Unternehmen zu verlassen.

Die Botschaft: „Wer nicht einen Auflösungsvertrag unterschreibt oder in die Transfergesellschaft wechselt, von dem werde man sich trennen“, so ein Betroffener gegenüber der WAZ. Bis zum Montag, 1. Dezember, müsse der Vertrag mit dem Transfer- und Personaldienstleister Peag unterschrieben sein.

Die Peag, deren Sitz in Duisburg ist und deren Gesellschafter große Konzerne wie Thyssen Krupp, Evonik oder RWE sind, informierte die Betroffenen über mögliche Qualifizierungsmaßnahmen. Beteiligt an dem Gespräch waren auch drei Vertreter der Betriebsrats. Die IG Metall hatte in den vergangenen Tagen ihre Verwunderung über das Vorgehen von Eickhoff, bei dem bereits 100 Mitarbeiter freiwillig aus dem Betrieb ausscheiden, zum Ausdruck gebracht und verweist auf den gültigen Tarifvertrag. Darin heißt es, bis Ende 2015 können betriebsbedingte Kündigungen nur mit Zustimmung der IG Metall ausgesprochen werden. Die Gewerkschaft rät ihren Mitgliedern, so die IGM-Bevollmächtigte Eva Kerkemeier, den Vertrag mit der Peag nicht zu unterschreiben.