Bochum

Er wollte seinen Audi verkaufen und wurde dabei brutal ermordet – welche Rolle spielten diese Männer aus dem Ruhrgebiet?

Diesen Audi R8 wollte der Russe verkaufen, bevor er umgebracht wurde.
Diesen Audi R8 wollte der Russe verkaufen, bevor er umgebracht wurde.
Foto: Polizei Bochum
  • Ein Mann will einen Audi R8 verkaufen und wird dafür getötet
  • Ab Montag stehen dafür zwei Männer vor Gericht
  • Die Männer aus Dortmund und Bochum sind des Mordes angeklagt

Bochum. Christof S. (33) aus Bochum und Dieter B. (30) aus Dortmund sind des Mordes angeklagt. Ab Montag wird am Landgericht Bochum geklärt, ob die beiden Männer einen russischen Autoverkäufer (29) umgebracht haben und wer der beiden Männer dabei welche Rolle spielte.

Der Moskauer war am 16. Januar aus Russland angereist. Er wollte einen Audi R8 verkaufen - der Sportwagen war bei Verwandten in Troisdorf abgestellt.

So soll die Tat abgelaufen sein

Die beiden Angeklagten sollen unter dem Vorwand eines Autokaufs Kontakt zu dem Mann aufgenommen haben, der den Wagen für 81.000 Euro verkaufen wollte. Die Männer sollen sich dann mit dem Russen zur Übergabe des Fahrzeugs verabredet haben.

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In der Langendreer Wohnung des Angeklagten Christof S. soll dieser den Mann nach Ablenkung durch den Angeklagten Dieter B. von hinten in den Schwitzkasten genommen, ihm die Atemwege zugedrückt und mit einem Hammer auf den Kopf des Mannes eingeschlagen haben. Durch die fehlende Sauerstoffversorgung soll der Verkäufer gestorben sein.

Die Leiche wurde drei Tage später in Waldstück gefunden

Die Bochumer Polizei richtete schon wenige Tage nach dem Verschwinden des Mannes eine Mordkommission ein. Die Leiche des russischen Autoverkäufers wurde drei Tage später in einem Wittener Waldstück entdeckt. Offenbar hatten die beiden Bochumer den Russen noch am Tag der Tat (16. Januar) in dem Waldstück vergraben. Obduziert wurde die Leiche am 26. Januar. Danach stand zweifelsfrei fest, dass der Autoverkäufer getötet worden ist, wie die Polizei mitteilt.

Nachdem die Männer gefasst worden waren, legten sie beide ein Geständnis ab, in dem sie sich gegenseitig beschuldigten. Verteidigt werden die Männer ab Montag offenbar von insgesamt vier Anwälten. Unter anderem von Rechtsanwalt Egbert Schenkel, der auch schon Ziyad K. verteidigte, den Bochumer Uni-Vergewaltiger.

 
 

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