Bochum

Ein Jahr nach dem Brand im Krankenhaus Bergmannsheil Bochum: So steht es um das Krankenhaus

Die oberen Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil in Bochum wurden bei dem Brand völlig zerstört.
Die oberen Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil in Bochum wurden bei dem Brand völlig zerstört.
Foto: dpa
  • Ein Jahr nach dem Brand am Bochumer Bergmannsheil wollten wir wissen, wie es heute um das Krankenhaus steht
  • Robin Jopp, Sprecher des Krankenhauses erklärte gegenüber DER WESTEN den aktuellen Status

Bochum. Am 30. September übergoss sich eine Patientin des Bochumer Krankenhauses Bergmannsheil mit Desinfektionsmittel und zündete sich an. Kurze Zeit später stand ein Haus des Krankenhauses in Flammen. Die Patientin und eine weitere Person aus dem Nachbarzimmer starben bei der Katastrophe, sieben Menschen wurden schwer verletzt.

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Doch wie steht es heute um die Klinik - ein Jahr nach der Katastrophe? Auf Anfrage von DER WESTEN sagt Robin Jopp, Sprecher des Krankenhauses, dass nach wie vor die Bettenplätze in Haus 1 nicht zur Verfügung stehen. Das ist der Grund dafür, dass die klinischen Bereiche mit einer geringeren Bettenkapazität arbeiten müssen.

In Kürze beginnt Bau eines neuen Bettenhauses

Um das Problem der fehlenden Betten stemmen zu können, betreibt das Bergmannsheil eine externe Abteilung im Marienhospital Herne-Börnig. „In Kürze beginnen wir mit dem Bau eines neuen Ersatzbettenhauses. Es wird rund 120 Betten beinhalten.“ Die Fertigstellung ist demnach für Oktober 2018 vorgesehen, sodass sich die Bettensituation im Bergmannsheil dann deutlich entspannen wird, wie Jopp sagt.

Wie geht es den Mitarbeitern?

„Unmittelbar nach dem Brand haben wir für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Angebote zur psychotherapeutischen Unterstützung organisiert.“ Etwa 15 Beschäftigte haben demnach ein solches Angebot in Anspruch genommen, berichtet Jopp. Die Unterstützung sei allerdings bereits wenige Wochen nach dem Brand nicht mehr nachgefragt worden. „Nach unserer Wahrnehmung ist das Brandereignis von den Beschäftigten mittlerweile verarbeitet worden“, sagt Jopp.

 
 

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