Bochum

„Die Shitlers“ singen Hymne auf Bochum-Hamme - Aber richtig geil finden sie da nichts

Die drei Bandmitglieder vor dem Intershop in Bochum.
Die drei Bandmitglieder vor dem Intershop in Bochum.
Foto: Shitlers
  • Punkrock-Band schreibt Hymne auf Bochum-Hamme
  • Eigentlich mögen sie gar nichts an dem Stadtteil
  • Aber irgendwie ist Bochum doch ziemlich geil

Bochum. Was tun, wenn dein eigener Stadtteil dir zu hip geworden ist, du aber unbedingt ein Lied darüber schreiben wolltest?

Nimm doch einfach das Nachbarviertel! So hat es die Bochumer Band „Die Shitlers“ gemacht mit ihrer Hymne über Bochum-Hamme.

Hymne auf Bochum-Hamme von „Die Shitlers“

Eigentlich kommen die drei Bandmitglieder aus Ehrenfeld. Ein Arbeitsviertel, runtergerockt, hier verirrte sich kein Touri hin. Bis das Viertel plötzlich aufgewertet wird.

Die Rotunde kam als neuer hipper Standort für Yum Yum Partys und mehr neben die Großraum-Disco Riff, das Bermuda-Dreieck florierte mehr als je zuvor und das Schauspielhaus liegt als kultureller Standort auch noch mitten drin. Klar, Ehrenfeld kratzt nur an den Süden der Innenstadt. Trotzdem wurde es Frank, Tristan und Martin zuviel.

Sie sangen gegen den Mainstream an

Sie sangen gegen den Mainstream in ihrem Viertel an. Aggressiv und ehrlich, sagt Martin, Gitarrist der Shitlers. Das hat irgendwann aber nicht mehr gereicht.

Also suchten sich die jungen Männer ein anderes Viertel, von dem sie schwärmen können. Und das ist Hamme.

„Eigentlich ist an Hamme gar nichts geil. Wir hatten dort unseren Pizza-Service. Und gute Gangsta-Rapper kommen daher. Aber sonst? Sonst ist Hamme wie der Rest von Bochum. Eigentlich gar nicht mal so geil“, sagt Martin trocken.

Eigentlich haben sie immer über Bochum gesungen

Trotzdem haben sie auf ihren drei bisher erschienenen Alben und sechs EPs ständig über Bochum gesungen. Und dann irgendwann nicht mehr. Freunde sprachen sie darauf an. „Da musste dann ein neues Lied her.“

Das ist auch auf dem neuen Album zu hören. „This is Bochum, not L.A.“ heißt das Album. Es erscheint am 14. Juli und ist das dritte Album der Shitlers.

Schöne Grüße an Simon Maier

Der Rest der Songs auf der neuen Platte handelt gar nicht von Bochum. Sondern von den Bandmitgliedern selbst. „Wie wir Dinge erleben. Zum Beispiel auf Konzerte gehen oder so ein Kram.“ Und sie grüßen damit auch immer Simon Maier aus Bochum. Wer das genau ist, verriet Martin aber nicht.

In Bochum wohnt derzeit nur Frank. Martin wohnt in Jena, des Jobs wegen. Tristan wohnt und arbeitet in Essen. Aber irgendwann wollen sie alle zurückkommen. Martin sagt dazu nur: „Wer in Bochum geboren ist, muss auch da sterben. Sonst landet man in der Hölle.“

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