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Michael Schumacher: Hoffnung für die Formel-1-Legende? Gelähmter Fahrer Wickens macht Gehversuche

Michael Schumacher: Könnte Robert Wickens der Formel-1-Ikone als Vorbild dienen?
Michael Schumacher: Könnte Robert Wickens der Formel-1-Ikone als Vorbild dienen?
Foto: imago sportfotodienst - Facebook/Robert Wickens

Essen. Seit fünf Jahren hoffen Formel-1-Fans auf ein Zeichen von Michael Schumacher.

Im Dezember 2013 war die Motorsport-Ikone bei einem Skiunfall schlimm gestürzt und hatte sich ein Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Nach mehreren Monaten im Klinikum kehrte Michael Schumacher zu seiner Familie zurück und befindet sich seitdem in medizinischer Rehabilitation.

Michael Schumacher – Brawn macht Fans Hoffnung

Sehnsüchtig warten Anhänger von Michael Schumacher auf Infos zum Gesundheitszustand des siebenmaligen Weltmeisters. Doch die Familie gibt keine Details preis.

Sein Anwalt Felix Damm gab 2017 zu Protokoll: „Michael Schumacher kann nicht laufen. Auch nicht mithilfe seiner Therapeuten.“

Danach gab es aus dem näheren Umfeld von Michael Schumacher nie wieder konkrete Aussagen über den Zustand des mittlerweile 50-Jährigen – bis sein enger Vertrauter Ross Brawn den Fans zuletzt in einem BBC-Interview Hoffnung spendete: „Es wird eine Zeit geben, in der die Dinge für Michael vorwärtsgehen werden. Wir sind alle optimistisch, dass es in Zukunft Lösungen geben wird.“

Was genau meint der frühere Technische Direktor des Ferrari-Teams mit seinen Worten? Welche Lösungen könnten es für Michael Schumacher geben?

Robert Wickens als Vorbild für Michael Schumacher?

Der „Express“ zieht das Beispiel von Robert Wickens heran. Der kanadische Indycar-Pilot war im August 2018 bei einem Rennen schwer verunglückt und ist seitdem von der Hüfte abwärts querschnittsgelähmt. Mit einem Exoskelett versucht der 29-Jährige derzeit in der Reha, wieder das Gehen zu lernen.

Bei Facebook veröffentlichte Wickens zuletzt ein Video, das ihn bei Gehversuchen mit einem solchen Exoskelett zeigt. „Ich habe einen kleinen Freitagsspaziergang durch den Flur gemacht“, schrieb Wickens.

Mit dem Neurochirurgen Professor Friedrich Weber sprach der „Express“ über die Frage, ob ein solches Korsett auch für Michael Schumacher hilfreich sein könnte. „Ein Exoskelett ist sicherlich bei Nervenverletzungen die derzeit innovativste Methode in der Rehabilitation“, so Weber, der aber in Bezug auf ein Schädel-Hirn-Trauma, wie Michael Schumacher es offenbar erlitt, sofort meint: „Es sind verschiedene Verletzungsmuster. Bei einer schweren Hirnverletzung gilt: Die Körperfunktionen, die in den ersten sechs Monaten nicht wiedererlangt wurden, kommen in der Regel nicht wieder – und wenn, dann nur rudimentär.“

Kann Michael Schumacher ein „Wunder“ helfen?

Was könnte Michael Schumacher denn stattdessen helfen? Weber erklärt: „Mit sehr guter Pflege und Physiotherapie lassen sich Fortschritte erzielen, allerdings auf einem niedrigen Niveau. Ein richtiger Durchbruch ist das nicht. Ein Beispiel: Laufen lernen heißt nicht, dass man wieder selbstständig laufen kann.“

Die abschließenden Worte des Neurochirurgen geben dann doch noch Hoffnung: „Aber ich habe in meiner Laufbahn auch immer wieder sogenannte Wunder erlebt.“

 
 

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