Michael Schumacher – sein früherer Ferrari-Boss verrät: „Der Arzt stoppte die Rückkehr“

Michael Schumacher und Luca Di Montezemolo arbeiteten jahrelang Seite an Seite.
Michael Schumacher und Luca Di Montezemolo arbeiteten jahrelang Seite an Seite.
Foto: imago/CoverSpot

Köln. Michael Schumacher und sein Gesundheitszustand sind seit Jahren das große Thema für Motorsport-Fans auf der ganzen Welt.

Im Dezember 2013 war Michael Schumacher bei einem Skiunfall in Frankreich schlimm gestürzt. Seitdem befindet der siebenmalige Formel-1-Weltmeister sich in medizinischer Rehabilitation.

Die Familie von Michael Schumacher lässt keine Informationen über den Zustand des 49-Jährigen an die Öffentlichkeit gelangen. Für die Fans der Motorsport-Legende gibt es seit zwei Wochen jedoch ein großes Highlight.

Michael Schumacher - sein früherer Boss sprach in Köln

In Köln eröffnete im Juni eine Ausstellung mit vielen früheren Formel-1-Boliden von Michael Schumacher sowie einigen weiteren Erinnerungsstücken des früheren Rennsportlers. Dort kam auch ein ehemaliger Boss von Michael Schumacher zu Wort und verriet in einer bewegenden Rede interessante Details über Gespräche zwischen ihm und Schumi.

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Michael Schumacher und sein F1-Comeback

Es ging um Schumis Comeback in die Königsklasse im Jahr 2009. Drei Jahre zuvor hatte Michael Schumacher seine Karriere in der Formel 1 bereits für beendet erklärt. Dann wollte Luca di Montezemolo den Rekordweltmeister zurück zu Ferrari holen.

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„Ich war unfassbar traurig, als Felipe Massa diesen fürchterlichen Unfall in Budapest hatte“, erzählte der frühere Ferrari-Boss auf der Schumacher-Ausstellung in Köln. Di Montezemolo meinte Massas Unfall beim Qualifying zum Ungarn-GP, als eine schwere Metallfeder den Brasilianer bei Tempo 240km/h am Kopf traf. Massa erlitt eine Schädelfraktur und ein Schädel-Hirn-Trauma. Er fiel für den Rest der Saison aus.

„Michael, du musst das für Ferrari tun“

Di Montezemolo weiter: „Also habe ich Michael gebeten, in mein Büro zu kommen. Ich habe zu ihm gesagt: Hör zu, Michael, du musst das für mich und für Ferrari tun. Du musst zurückkehren.“

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Nach dem Ungarn-GP hatte Ferrari damals vier Wochen Zeit bis zum nächsten Rennen. Michael Schumacher wollte diese Zeit nutzen, um nach fast dreijähriger Abwesenheit wieder in seinem Ferrari-Boliden zurechtzukommen.

Michael Schumacher - der Arzt verhinderte das Ferrari-Comeback

„Er ging in die Rennabteilung und war voller Enthusiasmus, wie ein Kind oder ein junger Fahrer“, schilderte Di Montezemolo. „Dann ging er nach Mugello und absolvierte einen sehr guten Test mit dem alten Auto, aber leider musste sein Doktor dann die Rückkehr stoppen. Er meinte, er sei nicht bereit, was für uns alle schlecht war.“

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Bei einem Motorradunfall im Februar 2009 hatte Michael Schumacher sich einen Bruch des siebten Halswirbels zugezogen. Auch im Bereich der Schädelbasis und der Halswirbelsäule erlitt er Brüche. Daher hatte sein Arzt Johannes Peil ihn von einer baldigen Rückkehr in die Formel 1 abgeraten.

Michael Schumacher bei Mercedes

2010 feierte Schumacher dann doch sein Comeback. An der Seite von Nico Rosberg ging er für Mercedes an den Start. Sein erstes Rennen nach dreijähriger Pause beendete Schumacher in Bahrain auf dem 6. Platz. Sie Saison beendete er auf dem 9. Rang.

In den beiden darauffolgenden Saisons belegte er in der WM-Wertung die Plätze 8 und 13.

Michael Schumacher und seine erfolgreiche Zeit bei Ferrari

An seine erfolgreiche Zeit bei Ferrari konnte Schumacher nicht mehr anknüpfen. Bei der Scuderia wurde er in den Jahren 2000 bis 2004 fünf Mal in Folge Weltmeister.

Der Skiunfall im Jahr 2013

Am 29. Dezember 2013 war Michael Schumacher beim Skifahren in Meribel (Frankreich) gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt. Dabei erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma.

Er wurde im Universitätsklinikum von Grenoble behandelt, sein Zustand war kritisch. Im April 2014 zeigte er dann erste Momente des Bewusstseins. Am 16. Juni 2014 verbreitete seine Managerin Sabine Kehm die gute Nachricht, dass Schumacher sich nicht mehr im Koma befindet.

Fans wünschen sich ein Zeichen von Michael Schumacher

Er verließ das Krankenhaus in Grenoble und wurde zunächst im Universitätsspital in Lausanne behandelt. Ab September 2014 setzte Michael Schumacher seine Rehabilitation zu Hause bei der Familie fort.

Fans wünschen sich seitdem ein Lebenszeichen ihres Idols. Doch die Familie hält jegliche Informationen über den Gesundheitszustand des mittlerweile 49-Jährige unter Verschluss.

 
 

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