SFCV-Chef Frank Arndt appelliert an die Vernunft

"Dass sich die Vereine und die Polizei Gedanken über die Sicherheit machen, ist richtig und wichtig", sagt SFCV-Vorstand Frank Arndt.
"Dass sich die Vereine und die Polizei Gedanken über die Sicherheit machen, ist richtig und wichtig", sagt SFCV-Vorstand Frank Arndt.
Foto: Martin Möller
Frank Arndt, Vorstandsvorsitzender des Schalker Fan-Club Verbands, spricht im Kurzinterview über das Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. "Die Fans machen dieses Derby doch erst aus", sagt Arndt.

Gelsenkirchen. Schalke 04 und Borussia Dortmund haben sich darauf geeinigt, den Anhängern beim nächsten Derby eine letzte Bewährungschance zu geben und gänzlich auf Krawalle zu verzichten.

Ein Revierderby in Dortmund ohne Schalke-Fans. Komische Vorstellung?

Frank Arndt: Absolut, die Fans machen dieses Derby doch erst aus. Dass sich die Vereine und die Polizei Gedanken über die Sicherheit machen, ist richtig und wichtig. Wir sind aber mit 8000 Schalkern in Dortmund. 500 können sich nicht benehmen. Was ist mit den anderen 7500?

Man hat den Eindruck, dass die Gewalt rund um ein Fußballspiel zugenommen hat. Ist das auch Ihre Wahrnehmung?

Arndt: Ja, diesen Eindruck habe ich auch und bin sehr verärgert. Es kann nicht angehen, dass sich einige den Fußball als Bühne suchen, um ihre Gewaltherrlichkeit auszuleben.

Wie wollen Sie dem als SFCV entgegenwirken?

Arndt: Wir haben unsere Fanbetreuer, die dem sowieso entgegenwirken. Wir appellieren an die Vernunft, werben für Respekt und leben das vor. Die, die sich auf offener Straße die Schädel einschlagen, erreichst du sowieso nicht. Es geht uns um die Mehrheit der Fans. Klar ist die Stimmung vor den Derbys angespannt. Das ist zu akzeptieren, solange es keine Gewalt gibt. Wir haben bei den Derbys sogar Fans des Gegners zu Gast. Zwei, drei Sprüche, dann trinken wir ein Bier zusammen. Das ist Fußball, das ist Schalke.

 
 

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