Oberhausen

Manuel Charr boxt gegen Alexander Ustinow um WM-Titel in Oberhausen: Das spricht für ihn!

Manuel Charr.
Manuel Charr.
Foto: dpa

Oberhausen.  Der Koloss von Köln gegen den russischen Riesen: Acht Jahre nach seinem letzten Kampf in Oberhausen kehrt der Schwergewichtsboxer Manuel Charr (33) zurück. Seine Mission an diesem Samstag (ab 21.30 Uhr/Sky Sport News): gegen Alexander Ustinow (40) den vakanten WM-Titel des Boxverbandes WBA gewinnen.

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Was für Charr spricht

Seine Kämpfernatur. Als Kind wurde Charr im Libanon angeschossen, als Türsteher in Holland niedergestochen, und, als Profi, 2015 erneut in Essen niedergeschossen. Das Attentat überlebte er nur knapp. Vor sechseinhalb Monaten bekam der Kölner auch noch zwei neue Hüftgelenke. Ein Wunder auf zwei Beinen.

Auch im Ring hat Charr seine Nehmerqualitäten bewiesen – unvergessen sein blutüberströmtes Gesicht in seinem ersten WM-Kampf gegen Vitali Klitschko 2012. „Das Leben hat mich lange genug geschlagen. In Oberhausen schlage ich zurück“, sagte Charr dieser Zeitung.

Was gegen Charr spricht

Vier seiner 34 Kämpfe hat Charr verloren, darunter Kaliber wie Klitschko, Alexander Powetkin und Mairis Briedis. Sein Gegner heute, Alexander Ustinow, verlor von 35 Kämpfen nur einen. Körperlich ist er zwar langsamer als der drahtige Charr, dafür aber ein echter Brocken: 2,02 Meter groß (Charr: 1,92 Meter), 127 Kilogramm schwer (104,5 Kilo). Auch vom Typ her trennen beide Welten. Ustinow, früher Scharfschütze in der Armee, ist ruhig, kontrolliert, eiskalt. Der impulsive Charr neigt zur Überheblichkeit.

Warum man einschaltet

Wegen des Mythos Schwergewichtskampf. Vor 85 Jahren war zuletzt ein Deutscher in dieser Kategorie Weltmeister: Box-Idol Max Schmeling (verstarb 2005 mit 99 Jahren). Charr: „Das wäre das Größte.“

 
 

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