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Handarbeit mit Gütesiegel

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Handball in Essen Foto: Michael Gohl / WAZ FotoPool
Der Tusem Essen freut sich auf die Bundesliga und hat am Wochenende bei einem Turnier prominente Konkurrenz zu Gast: Neben einem Zweit- und zwei Drittligisten kommen der VfL Gummersbach und der TBV Lemgo kommen in den Sportpark „Am Hallo“.

Essen. 

Noch in der vergangenen Saison war das Ruhrgebiet in Sachen Erstliga-Handball ein weißer Fleck. Das hat sich mit dem Aufstieg des Tusem geändert. Das erste Saisonspiel führt die Essener am 25. August zum Vize-Meister SG Flensburg-Handewitt.

Einen Appetitanreger serviert der Klub von der Margarethenhöhe seinen Fans aber schon am Samstag ab 11.30 Uhr im Sportpark „Am Hallo“: den Stadtwerke-Cup. „Die Idee schlummert seit zwei, drei Jahren bei uns“, erklärt Stephan Krebietke von der Sportlichen Leitung des Tusem. „Ich kann mich in meinen 15 Jahren beim Tusem nicht daran erinnern, dass so ein Turnier stattgefunden hat. Der Boden ist aber dafür da.“

Saisonstart in drei Wochen

Die Planungen nahmen schon Formen an, als der Aufstieg noch nicht in trockenen Tüchern war. Jetzt werden drei Erstligisten, ein Zweitligist sowie zwei Drittligisten in zwei Gruppen antreten. Mit dem Tusem spielen der VfL Gummersbach und der VfL Gladbeck in einer Gruppe. Drei Wochen vor dem Saisonstart will sich auch der Traditionsklub aus dem Oberbergischen den letzten Schliff für die Punktspielrunde holen. Auf einen Leistungsträger muss Gummersbachs Trainer Emir Kurtagic allerdings verzichten. Nationalspieler Adrian Pfahl, kürzlich 30 Jahre alt geworden, muss wegen einer Kapselverletzung passen.

Dritter Erstligist im Turniergeschehen ist der TBV Lemgo, der sich in seiner Gruppe mit dem Bergischen HC (2. Liga) und dem OSC Rheinhausen (3. Liga) auseinanderzusetzen hat. Im aktuellen Kader der Ostwestfalen, die von Dirk Beuchler trainiert werden, stehen in Carsten Lichtlein, Sebastian Preiß, Martin Strobel, Hendrik Prekeler und Nils Dresrüsse fünf Akteure, die zur Nationalmannschaft oder zumindest zu deren erweitertem Kreis gehören.

Die sechs Mannschaften sollen Qualitätshandball servieren. Zudem ist ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geplant. Kulinarische Köstlichkeiten kredenzt der Essener Sternekoch Nelson Müller, selbst früher Handball-Auswahlspieler in Baden-Württemberg, sowohl im VIP-Bereich als auch am Tresen in der Halle. Für Tusem-Trainer Maik Handschke hat das eigene Turnier einen großen Stellenwert: „Da können wir sehen, wie weit wir von Mannschaften wie Gummersbach und Lemgo noch weg sind.“