Hamburger SV klaut Idee beim Postillon und erntet Shitstorm

HSV-Spieler Rafael van der Vaart beim Relegationsspiel gegen den KSC.
HSV-Spieler Rafael van der Vaart beim Relegationsspiel gegen den KSC.
Foto: imago
Der HSV feiert seinen Relegationserfolg mit einem an sich originellen T-Shirt. Doch das Motiv stammt nicht aus eigener Feder, sondern vom Postillon.

Fürth/Hamburg.. Wenn es um originelle T-Shirts geht, ist in Hamburg eigentlich der FC St. Pauli zuständig. Man denke nur an das "Weltpokalsiegerbesieger"-Shirt, das der Verein nach einem Sieg gegen Bayern München herausbrachte. "Das können wir auch", scheinen sich die Verantwortlichen der übermächtigen Konkurrenz, des Hamburger Sportvereins, gedacht zu haben.

Und so kreierten sie nach dem erfolgreichen Relegationsduell gegen den Karlsruher SC ein T-Shirt mit dem Slogan "Relegations-Titelverteidiger" und zwei kleinen Glücksschweinchen. Kann man machen. Doch "kreieren" ist in diesem Fall vielleicht ein bisschen hochgegriffen, denn die Idee ist nicht neu.

HSV schreibt: "Vorlage sicher verwandelt"

Schon vor Tagen hatten die Satire-Profis vom Postillon einen verdächtig ähnlichen Beitrag auf ihrer Website veröffentlicht: Unter der Überschrift "HSV im Glück: DFB führt Relegationsauszeichnung auf Bundesligatrikots ein" zeigten sie einen Ausschnitt eines HSV-Trikots, auf dem unter dem Vereinslogo zwei Glücksschweinchen zu sehen waren.

Von den Postillon-Machern auf die nicht zu verhehlende Ähnlichkeit hingewiesen, räumte der HSV ein, die Vorlage gekannt und "sicher verwandelt" zu haben, wie es im Fußballjargon heiße. Der Postillon schoss zurück: Ebendort sei es aber auch üblich, den Vorlagengeber zu nennen. "Beispiel: '1:1 durch Marcelo Díaz nach Vorlage von Manuel Gräfe!'".

"Selbstironie ist nicht jedermanns Geschmack"

Viele Twitterer haben ihr Urteil längst gesprochen: "Schöne Fan-Verarsche. Ganze Saison grütze spielen und jetzt noch Geld damit machen. Gewusst wie #HSV", schreibt @lostjules. "Selbstironie - jederzeit. Abkupfern, Fans verarschen und sich für Dreck feiern lassen wollen - NEVER!", ergänzt @HSVArena.

Die HSV-Verantwortlichen verteidigen sich: "Die Selbstironie ist nicht jedermanns Geschmack,aber der Nachfrage nach zu urteilen, gibt's viele Fans, denen das Shirt gefällt."

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