WM 2026 in USA, Mexiko und Kanada! Hier alle Infos zur Vergabe

WM 2026 in USA, Kanada, Mexiko - und nicht in Marokko: Amine Harit vom FC Schalke und Christian Pulisic vom BVB haben dahingehend wohl ihre klaren Meinungen.
WM 2026 in USA, Kanada, Mexiko - und nicht in Marokko: Amine Harit vom FC Schalke und Christian Pulisic vom BVB haben dahingehend wohl ihre klaren Meinungen.
Foto: imago sportfotodienst

Moskau. Wie erwartet geht die WM 2026 an die USA, Mexiko und Kanada.

Das gab der Fußball-Weltverband am Mittwoch auf dem FIFA-Council in Moskau bekannt. Die Nordamerikaner setzten sich gegen Marokko durch. 134 Stimmen gingen an die Bewerbung für die WM 2026 aus USA, Kanada und Mexiko, 65 Stimmen gingen an Marokko. Ein Verband entschied sich gegen beide Bewerbungen.

WM 2026 in USA, Mexiko, Kanada

Rein Technisch hatte die Bewerbung um die WM 2026 von den USA, Mexiko und Kanada die Nase permanent deutlich vorne. Speziell in Sachen Infrastruktur konnte die marokkanische Bewerbung nicht mithalten. Während in Nordamerika schon genug hochmoderne Arenen stehen und die Infrastruktur höchsten Ansprüchen genügt, hätte Marokko neun Stadien von Grund auf neu bauen und 14 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren müssen.

Einzig die politischen Skandale um Donald Trump hatten zuletzt leichte Zweifel am Erfolg der nordamerikanischen Bewerbung aufgeworfen.

WM 2026 in USA, Mexiko, Kanada mit 48 Teams

Bei der WM 2026 werden erstmals 48 Mannschaften teilnehmen. Bei der diesjährigen WM in Russland und der WM 2022 in Katar sind 32 Teams am Start.

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Das waren die entscheidenden Faktoren:

Geld

Die potenziellen Einnahmen waren definitiv ein großer Pluspunkt für die Amerikaner. 14,3 Milliarden Dollar (12,1 Mrd. Euro) sollen bei einer WM in Nordamerika umgesetzt werden. Davon würden 11 Milliarden Dollar als Gewinn an die FIFA gehen. Bei einer WM in Marokko hätte der Umsatz hingegen „nur“ bei 7,2 Milliarden Dollar (6,1 Mrd. Euro) gelegen.

Stadien/Infrastruktur

Ebenfalls ein klarer Pluspunkt für die nordamerikanische Bewerbung. In den USA, Mexiko und Kanada gibt es schon jetzt genug hochmoderne Arenen, um die Mega-WM mit 48 Teams austragen zu können. Marokko hätte hingegen neun Stadien von Grund auf neu bauen müssen.

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Bei der Infrastruktur glänzte die nordamerikanische Bewerbung besonders. Auch hier müssen in den USA, Mexiko und Kanada keine „turnier-spezifischen“ Baumaßnahmen erledigt werden. In Marokko sah das Evaluierungskomitee der FIFA jedoch speziell bei den Unterkünften ein „hohes Risiko“. Die Marokkaner hätten alleine deshalb 13,6 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren müssen.

Unterstützung der Verbände

Marokko konnte auf die Unterstützung der afrikanischen Konföderation CAF zählen. Auch einflussreiche Fußballnationen wie Frankreich oder Russland werden Marokko unterstützen. FIFA-Präsident Gianni Infantino und der DFB unterstützten hingegen Nordamerika.

Fußballbegeisterung

Marokko ist ein enorm fußballbegeistertes Land. Egal ob bei der heimischen Meisterschaft, der Nationalmannschaft oder beim europäischen Spitzenfußball: Die Marokkaner sitzen bei großen Spielen genauso gespannt vor dem Fernseher wie die Fans in Deutschland oder anderen fußballverrückten Nationen.

In den USA und Kanada hingegen gibt es für Fußball keine besondere Begeisterung – auch wenn Investoren seit Jahren mit aller finanzieller Macht versuchen, ein Fußball-Business in Nordamerika zu errichten. Einzig in Mexiko nimmt Fußball die gleiche religiöse Bedeutung ein wie in den meisten Ländern Europas oder Südamerikas.

Politik

Hier lag der große Schwachpunkt der nordamerikanischen Bewerbung. Donald Trump hat es sich mit seinen „Dreckslochländer“-Aussagen oder den von ihm verschärften Einreisebestimmungen massiv verscherzt. Er mischte sich sogar in die Bewerbung um die Fußball-WM ein, indem er Unterstützern Marokkos indirekt Konsequenzen androhte.

 
 

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