Schalkes Oczipka ist in Asien beliebter als Asamoah

Bastian Oczipka in Shanghai.
Bastian Oczipka in Shanghai.
Foto: Karsten Rabas / FC Schalke 04
  • Chinesische Fans haben es auf Schalkes blonden Neuen abgesehen
  • Ob es zur Kultfigur genügt, muss der Ex-Frankfurter nun Trainer Tedesco beweisen

Shanghai. Kreischen, kuscheln, schieben. Besonders die blonden Profis des FC Schalke 04 waren am Montagabend bei der Ankunft am Flughafen in Shanghai begehrte Selfie-Objekte für die weiblichen chinesischen Fans.

Neuzugang Bastian Oczipka musste seinen Weg durch die winkende Menge mehrfach unterbrechen.

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Ein Foto jagte das nächste. Ex-Profi Gerald Asamoah, als U23-Manager und Klub-Werbeträger mit nach Shanghai gejettet, nahm Oczipka mitten im Bilder-Marathon herzlich in den Arm: „Ich höre hier immer nur Basti“, musste Asamoah grinsen.

Grund zum Lachen will Oczipka künftig mit seiner neuen Mannschaft auch im Meisterschafts-Wettbewerb haben. „Mein Ziel ist es, so viel zu spielen, wie es nur geht“, sagt der 175-malige Bundesligaspieler.

„Schalke hat auf der Linksverteidiger-Position mit Sead Kolasinac und Dennis Aogo mehrere Abgänge. Es liegt jetzt an mir.“

Im Schatten von Publikumsliebling Kolasinac

Dass er den großen Schatten von Publikumsliebling Kolasinac vor sich sieht, der nach einer starken Serie ablösefrei zum FC Arsenal nach London wechselte, bereitet dem Neu-Schalker keine Angst. „

Ich sehe das ganz gelassen. Ich bin jetzt neu hier auf Schalke. Man kann Spieler nie eins zu eins ersetzen. Die Eintracht wird für mich jemanden holen. Und ich bin jetzt auf Schalke und freue mich auf diese Herausforderung.“

Cheftrainer Domenico Tedesco wird Oczipka ab Dienstag in China in sein Spielsystem integrieren. „Bastian ist ein zuverlässiger Linksverteidiger und kennt die Bundesliga gut“, sagt der 31-jährige Fußball-Lehrer.

Da er die Neuverpflichtung als defensiv stark und dazu schwungvoll in der Vorwärtsbewegung einstuft, sieht Tedesco sein Team mit Oczipka hinten gut aufgestellt: „Wir sind froh, dass wir Bastian bei uns haben.“

Oczipka hat guten Eindruck von Tedesco

Vom jungen Trainer hat der Außenverteidiger einen positiven Eindruck gewonnen.

„In den Gesprächen hat es Domenico Tedesco relativ routiniert gemacht. Er hat mir seine Vorstellungen erklärt und gesagt, wie er mich genau einschätzt, was er von mir künftig erwartet. Ich muss mich bei Schalke natürlich erst mal einfinden. Vor dem Abflug nach China habe ich den Jungs kurz hallo gesagt, aber wir kennen uns ja aus zig Spielen gegeneinander“, erklärt Oczipka.

In den fünf Jahren bei der Eintracht hat sich Oczipka als Flanken-Spezialist einen Namen gemacht.

„Ich versuche immer, mich in der Offensive einzubringen. Wenn wir in einer Dreier-Abwehrreihe spielen, sind die Außenverteidiger meistens mehr nach vorne ausgerichtet. In der Viererkette sieht das meistens anders aus.“

Für die Saison viel vorgenommen

In den kommenden Wochen hat der gebürtige Bergisch-Gladbacher Gelegenheit, seine Qualitäten zu zeigen. „Ich gehe davon aus, dass ich in den Tests, die wir hier in China bestreiten, erstmals für Schalke spiele“, sagt der Neuzugang.

Am Mittwoch (13.50 Uhr) treffen die Königsblauen in Zhuhai auf Besiktas Istanbul. Am Freitag (13 Uhr) steigt das Duell mit Inter Mailand.

Bastian Oczipka hat sich für die komplette Saison viel vorgenommen. „Ich möchte dazu beitragen, dass der Verein nach der durchwachsenen letzten Saison wieder seine Ziele erreicht.“ Soll heißen: Oczipka will mit Schalke ins internationale Geschäft.

Dass er das nötige Feuer besitzt, um die Herausforderung anzugehen, nimmt man ihm ab. „28 Jahre ist für einen Fußballer noch kein Alter. Bei mir gehen noch einige Jahre. Ich habe auf Schalke garantiert nicht meinen letzten Vertrag unterschrieben.“

Das Arbeitspapier hat zunächst für drei Jahre Gültigkeit. Möglicherweise werden daraus sogar mehr.

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