Nach der dreisten Schwalbe gegen Schalke - Shitstorm für Leipzigs Timo Werner

Christian Brausch
Die Schwalbe von Timo Werner nach 19 Sekunden brachte Schalke in Rückstand.
Die Schwalbe von Timo Werner nach 19 Sekunden brachte Schalke in Rückstand.
Foto: imago/Team 2
  • Beim 2:1-Sieg seines RB Leipzig gegen Schalke 04 erhitzte Timo Werner die Gemüter
  • Der Stürmer sorgte nach 19 Sekunden mit einer dreisten Schwalbe für einen Strafstoß, den er selbst verwandelte
  • Die Quittung: Auf Facebook weht ein heftiger Shitstorm gegen den Youngster

Leipzig. Damit musste Leipzigs Angreifer Timo Werner rechnen.

Seine Schwalbe im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (2:1) war am Samstag das Gesprächsthema.

Schiedsrichter Bastian Dankert hatte nach dem Spiel betont: „Nachdem ich die Fernsehbilder gesehen habe, ist natürlich klar, dass es eine Fehlentscheidung war. Das tut mir leid.“

RB-Trainer: „Aktion ist mir sauer aufgestoßen“

Auch Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl monierte die Flugeinlage seines talentierten Stürmers: „Es war kein Elfmeter. Das war das Einzige, was mir an dem Spitzenspiel sauer aufgestoßen ist.“

Nach solch eindeutigen Aussagen - auch die TV-Bilder untermauern die Worte von Dankert und Hasenhüttl - kam es ziemlich ungelegen, dass Werner auch nach dem Spiel noch von einem Elfmeter sprach.

Werner: „Naldo hat mich umgerissen“

Seine Sicht der Dinge: „Ich komme frei auf das Tor zugelaufen, werde von Naldo gezogen. Es sieht nach einer Schwalbe aus, aber das war nicht meine Intention. Ich habe einen Kontakt von Naldo gespürt. Er hat mich umgerissen.“

Zuviel für zahlreiche Schalke-Anhänger. Die nutzten die Möglichkeiten des Internets, um dem ehemaligen Stuttgarter mal so richtig die Meinung zu geigen. Leider viele auch unterhalb der Gürtellinie.

Fußballfans machen ihrem Ärger auf Facebook Luft

Unter einem Facebook-Posting auf Werners Seite sammelten sich bis zum Sonntagmorgen (9 Uhr) bereits über 4.000 Kommentare, die beinahe alle in dieselbe Richtung gingen. Selbst neutrale Anhänger stimmten in den Shitstorm mit ein.

Tanja Sierks schrieb: „Sei so ehrlich und gib deinen Fehler wenigstens zu. Das hat mit fairem Sport nix mehr zu tun. Oder bleib halt die Hassfigur Nummer 1. Hoffentlich kannst du gut schlafen, ich würde mich in Grund und Boden schämen.“

Heiko Seegers schrieb: „Hoffe du kannst noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel schauen. So ein unsportliches Verhalten müsste nachträglich bestraft werden.“

Timo Pepe Meierholz schrieb: „Du bist ja noch jung, da kann man nur noch hoffen dass du irgendwann auch nochmal an Charakter und Schneid dazu gewinnst. Aktuell hoffe ich nur dass du niemals das Trikot unserer A-Nationalmannschaft tragen wirst. Möge der Shitstorm dich noch ein paar Wochen begleiten, denn den hast du verdient.“

Auch spannend:

Von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen – Draxlers Abschied aus Wolfsburg scheint klar

Naldos Luftloch, Kolasinacs Gefühls-Achterbahn, Fährmanns Reflexe - Die Einzelkritik der Schalke

Gladbach schlittert in Dortmund tiefer in die Krise - was soll das nur in Barcelona geben?