Goretzka moniert nach 2:4-Niederlage die Schalke-Abwehrleistung

Elmar Redemann
Leon Goretzka vom FC Schalke 04.
Leon Goretzka vom FC Schalke 04.
Foto: firo Sportphoto / Christian Kaspar-Bartke
  • Mit 2:4 verlor Schalke 04 den Test beim FC Luzern.
  • Kritik gab es von Trainer Markus Weinzierl.
  • Auch Sportvorstand Christian Heidel und einige Spieler waren nicht zufrieden.

Luzern. Der FC Schalke 04 konnte mit dem Test in Luzern nicht zufrieden sein. Mit 2:4 unterlag der Bundesligist beim FCL aus der Innerschweiz. "Bis auf das Spiel hat alles geklappt", meinte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel mit einem Augenzwinkern, als er die Swissporarena am Samstagabend verließ.

5191 Zuschauer hatten ein schwaches Schalker Spiel gesehen. Klare Kritik äußerte auch Leon Goretzka nach dem insgesamt vierten Vorbereitungsspiel seiner Mannschaft: "Man muss festhalten, dass dies keine gute Vorstellung von uns war. Natürlich kann man sagen, dass der Gegner schon in einer Woche das erste Pflichtspiel hat. Deshalb war Luzern spritziger, das konnte man bei jeder Aktion sehen. Aber trotzdem müssen wir uns fragen, ob wir es dem Gegner nicht zu einfach gemacht haben."

Schalke-Trainer Weinzierl: "Wir sind natürlich nicht zufrieden"

Konkret monierte der Mittelfeldspieler die Abwehrleistung: "Ich kann mir die großen Lücken eigentlich nur so erklären, dass unsere Beine schwer waren. Dann fallen die Wege zurück nicht mehr so leicht. Trotzdem müssen wir das genau analysieren und die Fehler in den nächsten Wochen abstellen."

"Wir sind natürlich nicht zufrieden", sagte Schalke-Trainer Markus Weinzierl. Dass Luzern im Training weiter ist, wollte er "nicht als Entschuldigung" gelten lassen, sondern: "Wir müssen akzeptieren, dass der Gegner spritziger war, wir hingegen nicht in die Zweikämpfe gekommen sind. Wir hätten besser verteidigen müssen."

"Wir wissen natürlich, dass Schalke noch nicht auf dem entsprechenden Level ist", meinte Gegenüber Markus Babbel. Der ehemalige Bundesliga-Trainer und -Spieler hatte seine Mannschaft vom FC Luzern aber auch perfekt eingestellt. Der hochverdiente Sieg war deshalb "eine tolle Geschichte" - für ihn, seine Spieler - und die Fans des FC Luzern.

Breel Embolo, der schon nach nur einer Trainingseinheit in der Startelf stand, erklärte seinen durchwachsenen ersten Auftritt so: "Man hat gemerkt, dass ich noch nicht bei 100 Prozent war. Es wäre ja auch komisch, wenn dies nach zweineinhalb Wochen Urlaub so gewesen wäre. Ich hatte mit dem Trainer besprochen, dass ich jetzt meine ersten 45 Minuten für Schalke mache. Ich bin froh, dass ich das nun hinter mir habe", sagte der neue Stürmer. Auch er befand, dass Schalke "noch sehr viel Arbeit bevorsteht. Das wissen wir alle. Aber wir sind optimistisch. Und wir haben einen guten Kader. Deshalb freuen wir uns auf die Zukunft."

In naher Zukunft steigt das fünfte Testspiel, Gegner ist am Dienstag (19 Uhr) dann der DSC Wanne-Eickel. Vier Gegentore sollten es beim Sechstligisten in der Mondpalast-Arena für die Königsblauen nicht sein.