Gelsenkirchen

FC Schalke 04: Tönnies-Nachfolger redet Klartext – kein Bekenntnis zum Mittelmaß

Jens Buchta redet über die Zukunft des FC Schalke 04.
Jens Buchta redet über die Zukunft des FC Schalke 04.
Foto: imago/Team 2

Gelsenkirchen. Es weht ein neuer Wind beim FC Schalke 04: Ein neuer Aufsichtsratsvorsitzender, zurückgefahrene Erwartungen, Fokus auf die Jugend. All das, was die Bosse in den vergangenen Wochen für die Zukunft vermittelten, sollte dazu beitragen, wieder Ruhe in den Verein zu bekommen.

Ist es damit jetzt schon wieder vorbei? Zum ersten Mal äußert sich nun Jens Buchta als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04. Man könnte glatt vermuten, dass er andere Pläne hegt, als sein Sportvorstand.

FC Schalke 04: Finanzstruktur muss dringend verändert werden

Vor wenigen Wochen übernahm Buchta den Posten des einst so mächtigen Clemens Tönnies im Verein. Nach monatelangen Querelen mit den Fans und den Corona-Problemen in seinem Fleischereibetrieb zog Tönnies letztendlich einen Schlussstrich und gab sein Amt auf Schalke auf. Das Zeichen für einen Neubeginn.

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Das ist Jens Buchta:

  • Von Beruf Rechtsanwalt
  • Seit 2006 im Schalker-Aufsichtsrat
  • Bis zu Tönnies‘ Rücktritt sein Stellvertreter
  • Wurde anschließend einstimmig zu dessen Nachfolger bestimmt

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Zuallererst verabschiedete sich Sportvorstand Jochen Schneider dann von zu hohen Erwartungshaltungen in der Zukunft. Europa sei aktuell einfach nicht drin, Schalke müsse sparen und könne sich keine teuren Spieler leisten.

Geht es nach Buchta ist das allerdings nur ein kurzfristiges Ziel. „Wir werden natürlich in den nächsten zwei, drei Jahren bestimmte Veränderungen bei der Finanzstruktur der Mannschaft vornehmen müssen. In dieser Zeit sollten wir nicht die internationalen Plätze als Ziel ausgeben“, erklärte der neue starke Mann gegenüber der „WAZ”.

Nur um anschließend trotzdem wieder in eine glorreiche Zukunft zu gucken: „Das ist aber keinesfalls ein Bekenntnis zum Mittelmaß. Wir sind Schalke 04 und der Ehrgeiz, nach diesen Veränderungen wieder oben mitzuspielen, ist nach wie vor groß.“

Neue Aufgaben für den Aufsichtsrat

Um bei den nötigen Veränderungen in Zukunft mitwirken zu können, will Buchta den Aufgabenbereich des Aufsichtsrates verändern. Man wolle in Zukunft bei wichtigen Fragen häufiger miteingebunden werden. Aus Sicht von Buchta hätte sich so auch die Posse um den Härtefallantrag verhindern lassen.

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Daher wird sich der Aufsichtsrat in Zukunft alle vier Wochen mit dem Vorstand austauschen. Außerdem werden regelmäßig Treffen zwischen Verantwortlichen des Sportlichen und dem Sportausschuss des höchsten Gremiums stattfinden.

Weiterhin ungeklärt ist außerdem, wer die Nachfolge von Peter Peters als Finanzvorstand antritt. Peters hatte sein Amt nach über 25 Jahren niedergelegt.Wie sich die Suche nach einem Nachfolger gestaltet und wie viele Kandidaten es gibt, erfährst du im kompletten Interview mit Buchta auf „WAZ.de”.(mh)