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FC Schalke 04: Trainer spricht nach Trennung – so lief sein Abschied bei S04

Die Hypothek aus der Hinrunde scheint für den FC Schalke 04 zu groß zu sein. Nun spricht ein ehemaliger Trainer erstmals über seine Zeit bei Blau-Weiß.

© IMAGO / Team 2

FC Schalke 04: Das waren die erfolgreichsten Trainer der letzten 50 Jahre

Die Fans von Schalke 04 durften in der Vereinsgeschichte einige erfolgreiche Trainer erleben. Wir stellen Dir die fünf erfolgreichsten Trainer der letzten 50 Jahre vor, die mindestens ein Jahr im Amt waren.

Der FC Schalke 04 befindet sich weiterhin in akuter Abstiegsnot. Königsblau wartet noch immer auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Nach drei torlosen Unentschieden in Folge ist der S04 zwar seit drei Spielen unbesiegt, der Rückstand auf Platz 15 beträgt jedoch noch sieben Punkte.

Die Hinrunde hängt dem FC Schalke 04 nach. Zwar konnte Thomas Reis Blau-Weiß deutlich stabilisieren, der Rückstand aus der ersten Halbserie scheint jedoch zu groß, die Zeit zu knapp. Nun spricht ein ehemaliger Verantwortlicher über seine Zeit bei S04 und erklärt, warum für ihn das Kapitel im Ruhrgebiet trotz ausgebliebenen Erfolges durchweg positiv war.

FC Schalke 04: „Das reizt einen natürlich extrem“

Er kam zum Start der Sommer-Vorbereitung als relativ unbeschriebenes Blatt im deutschen Profi-Fußball. Als Beniamino Molinari Anfang Juli als Co-Trainer von Frank Kramer zum Trainerstab stieß, mussten die meisten S04-Fans wahrscheinlich erst einmal nachschauen, wo der 42-Jährige zuvor aktiv war. Der Deutschitaliener war vor seinem Engagement bei S04 Co-Trainer in Zypern. Mit Apollon Limassol gewann Molinari sogar die Meisterschaft.

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Beim S04 trat er gemeinsam mit Cheftrainer Frank Kramer und seinen Co-Trainer-Kollegen Mike Büskens und Matthias Kreuzer das Ziel Klassenerhalt an. Für Molinari war sofort klar, dass er den Schritt zu S04 gehen wollte. „Die Gespräche mit beiden (Rouven Schröder und Frank Kramer, Anm. d. Red.) waren super. Schalke 04 und die Bundesliga – das reizt einen natürlich extrem. Deswegen war mir dann schnell klar, dass ich diesen Schritt zu diesem Wahnsinnsverein machen werde“, so der ehemalige Co-Trainer vom S04.

Wirklich erfolgreich war seine Zeit auf Schalke allerdings nicht. Das Team um Frank Kramer spielte von Anfang an im Abstiegskampf, rutschte auf Rang 18 ab. Die Leistungen in der Hinrunde waren teilweise enttäuschend bis desaströs. Man habe natürlich gehofft, etwas mehr Punkte zu holen. „Das wäre auch definitiv drin gewesen. Doch das gewisse Spielglück hat uns oft gefehlt“, erklärte Molinari.

S04: Saubere und faire Trennung

Die Konsequenz folgte dann Mitte Oktober: Chef-Trainer Frank Kramer wurde nach der 1:5-Blamage im DFB-Pokal bei der TSG Hoffenheim entlassen. Üblich, dass mit dem Chef-Coach auch die Co-Trainer gehen. Doch Molinari durfte bleiben und unter Neu-Coach Thomas Reis weiter arbeiten. „Es gab dann ein Gespräch mit dem Vorstand. Da hieß es, es gebe für den Verein keinen Grund, auch mich zu entlassen, weil sie mit meiner Arbeit zufrieden seien“, blickte er zurück.


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Anfang Dezember war dann aber auch für Beniamino Molinari Schluss beim S04. Am 5. Dezember kam es dann zur beidseitigen Vertragsauflösung. Nach der Umstrukturierung habe sich Molinari nicht mehr so wohlgefühlt, er habe etwas weniger Verantwortung als noch zuvor bekommen.

„Im Endeffekt haben wir gesagt, dass es so keinen Sinn mehr macht“, erklärte er. Mehr Sinn habe dann „eine absolut saubere und faire Trennung“ gemacht. Für den Ex-Schalker war es aber extrem wichtig einen sauberen Abschied zu haben, um bei den Königsblauen weiterhin jederzeit willkommen zu sein.